Mit mehr als zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern verlief der Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft für das ZDF am Donnerstagabend nach Plan. Noch vor dem Anpfiff zog der öffentlich-rechtliche Sender allerdings den Ärger einiger Fans auf sich, weil es das ZDF verpasste, die kurze Eröffnungsshow aus dem Aztekenstadion in Mexico City in voller Länge zu übertragen.
Während die Telekom über ihre Plattform MagentaTV sämtliche Auftritte live ausstrahlte, schaltete sich das ZDF erst mit siebenminütiger Verspätung dazu - und das, obwohl die Feier mit 20 Minuten ohnehin nicht allzu lang ausfiel. Verpasst hat das ZDF-Publikum damit unter anderem den Auftritt von Andrea Bocelli und Sängerin Ejae.
Am Tag danach führte das ZDF finanzielle Gründe an, die den Sender dazu bewogen haben, anstelle der Eröffnungsfeier erstmal minutenlang Werbung zu senden. "Das ZDF hat Verständnis für die Kritik, dass während der ersten Minuten der Eröffnungsfeier ein Werbeblock übertragen wurde. Das ZDF ist angehalten, einen Teil seines Haushaltes durch Ausstrahlung von Werbung zu bestreiten", stellte der Sender klar und verwies darauf, dass ARD und ZDF von Montag bis Samstag täglich bis zu 20 Minuten Werbung vor 20 Uhr ausstrahlen zu dürfen. Der letzte Werbeblock am WM-Eröffnungstag sei gegen 19:44 Uhr gelaufen.
Weshalb man die Werbeblöcke nicht anders einplante, um den Fans die gesamte Eröffnungsfeier zeigen zu können, ließ das ZDF offen. Denkbar wäre sicher auch gewesen, die prominent besetzte Feier zeitversetzt zu zeigen, um sowohl der Werbung als auch dem Interesse an den Auftritten gerecht werden zu können. Immerhin: Zum Finale mit Shakira, die auch den offiziellen WM-Song singt, war das ZDF rechtzeitig zurück aus der Pause.
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