Unter dem Titel "Familienzuschuss" bietet Nordmedia ab sofort ein neues Förderprogramm an, das bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen soll. Die Pilotphase ist mit bis zu 250.000 Euro belegt. Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Kinder- und Familienbetreuung, Angebote für Schwangere und Stillende, Jobsharing-Modelle, die 4-Tage-Drehwoche sowie Unterstützung in unvorhergesehenen familiären Notfällen. Die Zuschusshöhe beträgt bis zu 20.000 Euro für fiktionale Projekte und bis zu 5.000 Euro für dokumentarische Produktionen. 

Nordmedia hat das neue Fördermodell im Rahmen seiner Jubiläumsfeierlichkeiten angekündigt, die Förderanstalt feierte am Donnerstag mit rund 200 Gästen 25-jähriges Bestehen. Nun nun neu vorgestellte Förderung wurde außerdem auf Initiative von und gemeinsam mit PROG Producers of Germany entwickelt. Der Start des Programms erfolgt nun auch gemeinsam mit PROG. 

"Eine zukunftsfähige Branche braucht gute Rahmenbedingungen. Mit dem 'Familienzuschuss' starten wir ein neues Förderinstrument, das Filmschaffende bei familiären Herausforderungen entlasten und die Attraktivität der Branche als Arbeitsumfeld stärken soll. Damit setzen wir einen konkreten Impuls für mehr Vereinbarkeit von Familie und Film", so Nordmedia-Geschäftsführerin Meike Götz.

Und Julia Maier-Hauff, PROG-Geschäftsführerin, ergänzt: "Wir freuen uns wahnsinnig, dass der Vorstoß aus unserer Mitgliedschaft nun zu der Pilotphase des neuen Förderinstruments der nordmedia geführt hat und danken allen Beteiligten für ihr großartiges Engagement, insbesondere Maritza Grass und Lotte Ruf für die erste Initiative! Bemerkenswert ist, dass die darauf basierende Arbeitsgruppe von Anfang an als Mixed Team angetreten ist, und Vereinbarkeit von Familie und Beruf damit kein Thema ist, das allein in der Verantwortung von weiblichen Filmschaffenden liegt."

Neben dem Blick nach vorne ging es bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Förderanstalt auch darum, zurückzublicken und das Erzielte zu würdigen. Staatssekretär Frank Doods, Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei und Aufsichtsratsvorsitzender der Nordmedia, würdigte in seinem Grußwort die Entwicklung des Film- und Medienstandorts Niedersachsen und Bremen in den vergangenen 25 Jahren. Er sagte: "Die Nordmedia hat maßgeblich dazu beigetragen, Niedersachsen und Bremen als anerkannten Film- und Medienstandort zu etablieren. Vielseitige erfolgreiche Produktionen, Unternehmen und Talente zeigen, welche Entwicklung der Standort in den vergangenen 25 Jahren genommen hat. Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft gemeinsam weitergehen."