Im Herbst geht "The Masked Singer" bei ProSieben bereits in seine 13. Staffel. Von den anfänglichen Quoten-Höhenflügen mit Marktanteilen von an die 40 Prozent ist man schon seit langem weit entfernt, 2024 krachte das Format deutlich in den einstelligen Bereich. Und auch wenn es 2025 eine leichte Erholung gab: Änderungen schienen angesichts der Entwicklung geboten. Die nimmt ProSieben nun auch tatsächlich vor. Eine davon: Die Show wird künftig nicht mehr live ausgestrahlt - dabei war das einst die Besonderheit der deutschen Adaption: Hierzulande war die Sendung erstmals überhaupt live zu sehen.

Die dreizehnte Staffel lässt ProSieben nun stattdessen zwischen dem 25. August und dem 11. September innerhalb von zweieinhalb Wochen en bloc aufzeichnen, was günstiger umzusetzen sein dürfte als Live-Shows über sechs Wochen hinweg. Hannes Hiller, dessen griffige Job-Bezeichnung nun EVP Show, Own IP & ProSieben lautet, sieht aber noch andere Vorteile: "Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist - ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf. Produktionell birgt das einen enormen Vorteil: Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat."

Auch sonst hat man am Konzept geschraubt und will künftig schon in den ersten Folgen der Staffel für mehr Tempo, mehr Entscheidungen und damit auch mehr Demaskierungen sorgen. So gibt es nun eine Art Vorrunde: In den ersten vier Folgen treten jeweils vier unterschiedliche Masken im direkten Wettkampf gegeneinander an - in Summe sind als diesmal 16 Promis dabei und damit so viele wie in keiner Staffel zuvor. Zwei Promis kommen je Vorrunden-Show weiter und qualifizieren sich fürs Halbfinale, die anderen beiden müssen direkt ihre Identität preisgeben - und ProSieben darauf hoffen, dass ihre Identität bis zur Ausstrahlung nicht durchsickert.

Inklusive Halbfinale und Finale kommt "The Masked Singer" am Ende trotz der deutlich gesteigerten Anzahl an Masken wie üblich auf insgesamt sechs Folgen. Noch eine Konstante: Der Moderator heißt unverändert Matthias Opdenhövel. Hannes Hiller sagt: "Unsere Zuschauer lieben die Spannung, die Überraschungen, die Rätsel. Mit dieser neuen Dramaturgie wird 'The Masked Singer' noch überraschender und intensiver." Produziert wird das Format nach wie vor von Endemol Shine Germany, ein genauer Starttermin steht noch nicht fest.