Nach zwei Jahren bei Prime Video wird die Bambi-Verleihung in diesem Jahr aussetzen. Eine entsprechende Absage des Medienpreises bestätigte eine Sprecherin von Hubert Burda Media jetzt gegenüber "Meedia". "Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie des erheblichen organisatorischen und finanziellen Aufwands, den eine Veranstaltung dieser Größenordnung erfordert, hat Burda die Entscheidung getroffen, Bambi in diesem Jahr zu pausieren", teilte Burda mit.

Gleichzeitig kündigte der Verlag an, die Marke "weiterführen und weiterentwickeln" zu wollen. So sei für 2027 eine Rückkehr mit neuem Konzept geplant. Es ist nicht die erste Pause, die der Bambi seit seiner Gründung im Jahr 1948 hinnehmen muss. Bereits nach dem Ausstieg der ARD im Jahr 2019 verzichtete Burda über mehrere Jahre hinweg auf eine Verleihung - auch, weil zwischenzeitlich die Corona-Pandemie dazwischenkam. 2023 erfolgte schließlich das Comeback des Preises in Sat.1, ehe ein Jahr später schließlich Prime Video die Übertragung übernahm.

Das diesjährige Bambi-Aus dürfte nun die erste Sparmaßnahme sein, die von Eli Varn getroffen wurde. Varn hatte erst vor wenigen Wochen den Posten als CEO bei Burda angetreten - als Nachfolgerin des früheren RTL-Managers Jan Wachtel, der das Unternehmen nach nur einem halben Jahr schon wieder verließ. Es habe kein "hinreichender Konsens über die zukünftige strategische Ausrichtung für Burda Media" gefunden werden können, teilte der Verlag im Juni mit (DWDL.de berichtete). Eli Varn fungierte zuvor schon Ende 2022 als Co-CEO des Burda-Verlags und kennt das Unternehmen seit knapp 17 Jahren.

Klar ist: Burda muss weiter sparen. Schon vor einigen Wochen hatte es Spekulationen um die Streichung von 300 Stellen gegeben. Eine glanzvolle Preisverleihung passt da derzeit wohl nicht allzu gut ins Bild.