Am Ende war man sich vor allem in einem einig: Dass man sich nicht mehr einig werden würde. Jan Wachtel nimmt nur ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt als CEO für das deutsche Mediengeschäft von Burda bereits wieder seinen Hut. Die Entscheidung sei "im Einvernehmen" zwischen dem Verwaltungsrat und Wachtel getroffen woren, weil "weil ein hinreichender Konsens über die zukünftige strategische Ausrichtung für Burda Media nicht gefunden werden konnte", heißt es in kurz gehaltenten einer Mitteilung.
Marc Al-Hames, Vorsitzender des Verwaltungsrats, sagt: "Jan hat in den vergangenen sechs Monaten wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Mediengeschäfte gesetzt. Auch wenn wir strategisch am Ende nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind, danke ich ihm auch im Namen der Familie Burda ausdrücklich für seine Expertise, seine Klarheit und seinen Einsatz."
Jan Wachtel selbst kommt in der Pressemitteilung nicht zu Wort. Wachtel wechselte zu Jahresbeginn vom direkten Konkurrenten Bauer Media Group, wo er das gesamte Publishin-Geschäft geleitet hatte, zu Burda, das erst wenige Monate davor eine strategische Neuaufstellung und die Trennung in die Bereiche Burda Media und Burda Equity beschlossen hatte. Philipp Welte trat in diesem Zuge ab - und wechselte überraschend auch nicht wie zunächst angekündigt in den Burda-Verwaltungsrat.
© Burda/Kathrin Makowski
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