Immer wieder haben die Öffentlich-Rechtlichen zuletzt mit Streams auf Twitch experimentiert. Nun steht das nächste Projekt bevor: Wie der SWR mitteilte, wird der "Tigerenten-Club", der in diesen Tagen sein 30-jähriges Jubiläum feiert, am Samstag, den 18. Juli ab 18:00 Uhr einmalig eine vierstündige Live-Show aus dem Studio in Baden-Baden auf dem Twitch-Kanal der ARD streamen.
Unter dem Titel "Tigerenten Club - Das große Streamer-Battle" treten dieses Mal statt Schulklassen acht bekannte Twitch-Creator in den beliebtesten Spielen aus 30 Jahren "Tigerenten Club" gegeneinander an. Mit dabei sind unter anderem Fibii, Knirpz und Chefstrobel, die um Spenden für die Kinderhilfsaktion "Herzenssache" von SWR und SR spielen. Moderiert wird die Twitch-Show von Nils Bomhoff ("Rocket Beans").
"Den 'Tigerenten Club' gibt es jetzt schon seit 30 Jahren - und in dieser Zeit hat er sich von einer klassischen TV-Sendung zu einer lebendigen, modernen Spielshow entwickelt", so Redaktionsleiter Nicolas Caspar. "Mit 'Tigerenten Club - Das große Streamer-Battle' schlagen wir jetzt ein neues Kapitel auf. Wir wollen herausfinden, wie präsent der 'Tigerenten Club' noch in den Köpfen der Twitch-Community ist - und gleichzeitig testen, wie gut neue Ausspielwege für uns funktionieren."
So sind Userinnen und User dazu aufgerufen, im Chat über Spielverläufe mitzuentscheiden, Regeln zu verändern und ins Geschehen einzugreifen. Für das Innovationslabor "X Lab" des SWR und die ARD Twitch-Koordination dient das Projekt nach Angaben des Senders als Praxistest für eine neue interaktive Technologie innerhalb der ARD. Erstmalig wird unter Live-Bedingungen nämlich eine neue Quiz-Extension auf Twitch eingesetzt. Diese Erweiterung soll den regulären Stream um eine interaktive Quiz-Oberfläche ergänzen, über die Nutzerinnen und Nutzer im Stream live mitraten und gegeneinander antreten können.
"Ein Klick ist schnell gemacht, echte Beteiligung nicht", sagte Vanessa Wormer, Abteilungsleiterin SWR X Lab. "Uns interessiert, ob Community-Interaktion, Live-Steuerung und die neue Quiz-Extension so zusammenspielen, dass daraus über vier Stunden ein echtes Miterleben wird." Am Beispiel der neuen Quiz-Extension zeige sich sehr deutlich, "wie eng technische Entwicklung und redaktionelle Anforderungen heute verzahnt sind", so Michael Eberhard, Direktor Technik und Produktion. "Für die Zuschauer bedeutet das ein deutlich intensiveres Erlebnis, weil sie nicht mehr nur zusehen, sondern unmittelbar Teil der Show werden."
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