Das gehört wohl zu den Ankündigungen, die für 2026 die wenigsten auf dem Zettel gehabt haben: ProSiebenSat.1 hat am Mittwoch den Start eines neuen linearen Senders angekündigt. Anfang 2027 soll Sat.2 starten, wo man nach dem Motto "Wiedersehen macht Freude" noch einmal das einst so reichhaltige Serien-Portfolio von Sat.1 wiederverwerten will. "Es gibt eine hohe Nachfrage an großen fiktionalen Serien, die man noch sehr gut von früher kennt", begründete Henrik Pabst den Vorstoß in der "SZ".

Eine Nachfrage, die vor dem Start von Sat.2 allerdings auch längst von anderen bedient wird. Der kleine Free-TV-Sender DF1 hat schon bislang alte Sat.1-Ware im Angebot und baut dieses Portfolio nun noch weiter aus. Künftig wird man gleich drei Abende mit ehemaligen Sat.1-Produktionen befüllen. So läuft ab dem 27. Juli immer montags um 20:15 Uhr "Danni Lowinski" in Doppelfolgen. Man kann also nochmal sehen, wie Annette Frier in der Titelrolle ihre Kanzlei mitten in der Einkaufpassage eröffnet und für 1 Euro pro Minute für die "kleinen Leute" kämpft.

Immer donnerstags gibt's zum Einen ein Wiedersehen mit "Kommissar Rex" und Tobias Moretti alias Hauptkommissar Richard Moser. Die Serie wird in Doppelfolgen gezeigt, ehe sich um 22:15 Uhr noch drei Episoden von "Das Küstenrevier" anschließen. "Das Küstenrevier" lief im ersten Halbjahr 2014 relativ erfolglos im Sat.1-Vorabendprogramm. Als Kriminalhauptkommissar und Leiter des Küstenreviers ermittelt Till Demtrøder als Harry Stein darin zusammen mit Kriminalkommissarin und Tochter Hanna Stein, gespielt von Vanessa Eckart. Los geht's mit dem neuen Donnerstag ab dem 30. Juli. Samstags ist dann ab 1. August gleich nochmal Rex-Abend: Hier wird um 20:15 Uhr zunächst die italienische Neuauflage von "Kommissar Rex" mit zwei Folgen zu sehen sein, ehe sich noch alte Folgen der ersten Rex-Staffel von Sat.1 anschließen.

Schon jetzt füllen mit "Anna und die Liebe" und "Verliebt in Berlin" zwei einst sehr erfolgreiche Telenovelas aus alten Sat.1-Tagen das Nachmittagsprogramm von DF1. "Mit dieser Programmoffensive investieren wir gezielt in Inhalte, die über Jahre hinweg ihre Qualität und Attraktivität unter Beweis gestellt haben", sagt DF1-Geschäftsführer David Müller. "ie Verbindung aus klar definierten Programmschwerpunkten zur Prime Time und starken TV-Marken unterstreicht den Anspruch, das Unterhaltungsangebot kontinuierlich weiter auszubauen und den Zuschauerinnen und Zuschauern ein modernes, hochwertiges und verlässliches Fernseherlebnis zu bieten."