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Angeboten wird stattdessen ausschließlich Sky Stream, jene IPTV-Box mit der sich Sky unabhängig gemacht hat von den Verbreitungswegen Kabel und Satellit. Mehr noch: Selber zum TV-Provider wurde, weil zum Funktionsumfang der Abos auch der Empfang fast aller relevanten FreeTV-Sender gehört. Sky Q ist nicht gänzlich verschwunden, findet sich noch in den Fußnoten der Sky Deutschland-Website - aber eben nur dort. Ein klares Indiz für Prioritäten, die sich auch schon vor der Übernahme durch RTL abzeichneten.
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Auch das könnte man jetzt schon als ein noch ungelöstes Sky-Dilemma bezeichnen, doch es wird noch komplexer: Auf der Bühne des Screenforce Festivals in Düsseldorf, jenem Gattungsevent bei dem sich die Branche den Werbekunden präsentiert, inszenierte RTL den gerade erfolgten Zusammenschluss mit Sky erstmals ganz groß; keine Woche später wurde im Unternehmen der Company Day One gefeiert. Zu beiden Anlässen wurden Sky-Abos verschenkt. So wurde es zumindest dargestellt. Erhalten haben sowohl Geschäftspartner als auch die Belegschaft jedoch Abos von Wow, wie eine Sprecherin des Unternehmens auf DWDL.de-Anfrage bestätigt.
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Es ist demonstrierte Austauschbarkeit: Mit Sky meint man Wow oder umgekehrt. Einst war Sky u.a. durch den Sky Q-Receiver mit mehr Features klar als Premium-Produkt für treue Laufzeitkunden positioniert, während Wow als Antwort auf den Preiskampf der neuen Streamingdienste etabliert wurde, die Sky Deutschland ausgerechnet dann in die Parade fuhren als sich PayTV in Deutschland erstmals richtig rentierte. 2013, dann nochmal 2019 analysierte DWDL.de: Sky sitzt in der Netflix-Falle.
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Wird also stattdessen Wow das neue Sky? Anders gesagt: Sky ohne Gerät zum Standard und damit Wow überflüssig? Es entstünde ein leichter verkaufbares Abo ganz ohne Hardware-Notwendigkeit und der dahinter stehenden Versandlogistik; wenn gleich man natürlich den gut zahlenden Sky-Bestandskunden ihre in Nutzung befindlichen Boxen und Verträge lässt. Sie sind schließlich das Wertvolle an dem ganzen Deal. Hält man hingegen an beiden Marken fest, braucht es definitiv schlüssigere Differenzierungsmerkmale.
Unklar ist, wie zügig RTL Deutschland seine Angebotsstruktur angesichts der Markenvielfalt sortieren will. Man wolle zunächst einmal mit allen Marken starten, hieß es im April. Aber nachdem nun Führungsteams und Programm angegangen wurden, gibt es für eine Sortierung der Marken & Angebote gute Gründe. Am 1. Juni, dem „Legal Day One“, hatte CEO Stephan Schmitter in einem internen Business Update nach dem „Company Day One“ im Juli zum Start der neuen Bundesliga-Saison einen nicht näher beschriebenen „Commercial Day One“ angekündigt. Anpfiff in der höchsten deutschen Spielklasse ist Freitag in einer Woche.
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