Bertelsmann ist mit Rückenwind durch das erste Halbjahr 2026 gekommen. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, konnte der Umsatz um 2,3 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro gesteigert werden, das Konzernergebnis legte um 45 Prozent auf 292 Millionen Euro zu. Das organische Umsatzwachstum betrug gar 5,1 Prozent - der höchste Wert der letzten 20 Jahre, mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021. 

Besonders erfreulich entwickelte sich das Streaming-Geschäft der RTL Group, das erstmals schwarze Zahlen schrieb. Die Zahl der zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten stieg um 20,7 Prozent auf 8,7 Millionen, der Streaming-Umsatz wuchs um 27,2 Prozent auf 299 Millionen Euro. Auch die Übernahme von Sky Deutschland ist inzwischen bekanntlich abgeschlossen. Zusammen kommen RTL und Sky im DACH-Raum auf rund 12,4 Millionen bezahlte Abonnements. Mit dem geplanten Zusammenschluss von BMG und Concord steht bereits der nächste große Schritt an.

Bertelsmann © Bertelsmann
"Wir blicken auf ein sehr gutes erstes Halbjahr 2026. Bertelsmann wuchs aus eigener Kraft um mehr als fünf Prozent", sagte Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann und kündigte an, bis Jahresende insgesamt rund 10 Milliarden Euro in die sogenannte "Boost-Strategie" investiert zu haben. "Das Wachstum hat sich in diesem Jahr deutlich beschleunigt und wird breit von fast allen Geschäftsbereichen getragen. Ein besonderes Anliegen war und ist für mich die erfolgreiche Transformation der RTL TV-Geschäfte, einer unserer wichtigsten Ertragssäulen. Ich freue mich, dass das Streaming-Geschäft der RTL Group in diesem Jahr profitabel sein und mit etwa 120 Millionen Euro bereits einen erheblichen Beitrag zum Operating EBITDA adjusted von Bertelsmann leisten wird."

Für das laufende Geschäftsjahr kündigte Bertelsmann-Finanzvorstand Rolf Hellermann indes an, die Prognose anzuheben. Bertelsmann rechnet demnach nunmehr mit einem "starken Wachstum beim Umsatz und einem deutlichen Wachstum beim Operating EBITDA adjusted", so Hellermann.