Schon kurz nachdem der "Spiegel"-Text über die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen im März dieses Jahres veröffentlicht wurde, erklärte die ProSiebenSat.1-Produktionsfirma Pyjama Pictures, dass man sich mit Ulmen in Gesprächen befinde, um auszuloten, ob der Schauspieler und Filmemacher seine Anteile am Unternehmen zurückgeben würde - das erfolge "zum Schutz der Firma", wie man erklärte. Damals verwies man zudem auf die Tatsache, dass Ulmen bereits seit 2023 kein Geschäftsführer bei Pyjama mehr sei - und darüber hinaus seien auch keine weiteren Projekte mit Ulmen als Showrunner in Planung (DWDL.de berichtete).
Ulmen klagte zunächst gegen die Kündigung von Verträgen durch Pyjama, ein Termin vor Gericht war schon angesetzt, wurde in letzter Minute dann aber doch noch abgeblasen, damit die Parteien Vergleichsgespräche führen können. Und diese Gespräche haben offenbar zu einem Ergebnis geführt: Wie aus dem Handelsregister hervorgeht, ist Christian Ulmen schon seit einigen Wochen kein Gesellschafter mehr bei der Pyjama Pictures GmbH.
Eine Sprecherin der Seven.One Studios bestätigt das auf DWDL.de-Nachfrage und erklärt: "Christian Ulmen ist nicht länger Teilhaber der Pyjama Pictures GmbH. Der rechtliche Prozess diesbezüglich ist abgeschlossen." Details zur Trennung, etwa mögliche Zahlungen an Ulmen für seine Anteile, machte die Sprecherin nicht. Die 22,5 Prozent, die Ulmen zuletzt an der Firma gehalten hatte, liegen inzwischen jedoch bei bei der Seven.One Studios GmbH, die damit nun insgesamt 77,5 Prozent hält. Die restlichen 22,5 Prozent entfallen auf die Carsten & Kelber Television GmbH von Geschäftsführer Carsten Kelber.
Völlig unklar bleibt unterdessen, ob das letzte Ulmen-Projekt, die Serie "The Au Pair", überhaupt irgendwann das Licht der Welt erblicken wird. Die Serie wurde bereits im vergangenen Jahr gedreht, Ulmen spielt darin nicht nur eine Hauptrolle, er ist auch als Autor und Regisseur daran beteiligt gewesen. Besonders brisant ist die ganze Sache auch deshalb, weil es in der Serie inhaltliche Parallelen zu den Vorwürfen geben soll, die seine Ex-Frau Collien Fernandes gegenüber Christian Ulmen erhebt. "Eine Ausstrahlung der Serie ist bis auf Weiteres nicht geplant", heißt es jetzt von einer Sprecherin der Seven.One Studios gegenüber DWDL.de.
Ulmen war in einigen Nebenpunkten gegen die ursprüngliche Berichterstattung des "Spiegel" vorgegangen, die eigentlichen Vorwürfe von Fernandes blieben davon jedoch unberührt. Fernandes wirft ihrem Ex-Mann unter anderem vor, über Jahre Fake-Profile von ihr angelegt und darüber Männer kontaktiert zu haben, einige davon sollen auch Arbeitskollegen von Fernandes gewesen sein. Während der Chats sollen auch sexuelle Inhalte verschickt worden sein. Christian Ulmen selbst hat sich noch nicht im Detail zu den Vorwürfen geäußert.
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