Der Südwestrundfunk (SWR) will sich organisatorisch umfassend neu aufstellen - mit nur noch drei statt bisher vier Programmdirektionen. Eine davon ist die künftige Programmdirektion Wissen, Gesellschaft und Rheinland-Pfalz, in der der öffentlich-rechtliche Sender seine Bereiche Wissenschaft und Bildung, Medienkompetenz, Religion und Leben sowie eine neue Dialog Unit in der künftigen Hauptabteilung Wissen und Dialog zusammenführen wird. Nun steht fest: Zum 1. Dezember übernimmt Sebastian Bösel, bislang Abteilungsleiter Multimediale Aktualität Rheinland-Pfalz, die Leitung der Hauptredaktion.

Bösel kam bereits in den 90er Jahren zu SWF3, arbeitete dort als Reporter, Redakteur und Moderator. Nach seiner journalistischen Ausbildung im SWR wechselte er als Autor zum ARD-Politikmagazin "Report Mainz". Später führte er die Stabsstelle in der Multimedialen Chefredaktion, seit 2023 leitet Sebastian Bösel die Abteilung Multimediale Aktualität in Rheinland-Pfalz. "Mit journalistisch-programmlichem Dialog die Demokratie stärken, Wissen und Bildung und Medienkompetenz vermitteln, mit multimedialen Inhalten Orientierung geben und Bindung schaffen. Dieser Mix macht das Portfolio der neuen Hauptabteilung so relevant und zukunftsorientiert", so Bösel über seine künftige Aufgabe.

SWR-Intendant Kai Gniffke sagte: "In Zeiten von Desinformation und Polarisierung ist es unsere Aufgabe, Orientierung zu geben, Wissen zugänglich zu machen und Räume für gesellschaftlichen Dialog zu öffnen. Mit Sebastian Bösel übernimmt eine Persönlichkeit die Hauptabteilung Wissen und Dialog, die für journalistische Qualität und den gesellschaftlichen Auftrag des SWR steht."

Ulla Fiebig © SWR/Thomas Ernst Ulla Fiebig
Und Ulla Fiebig, derzeit SWR-Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz und künftig Programmdirektorin Wissen, Gesellschaft und Rheinland-Pfalz, erklärte: "Sebastian Bösel bringt vielfältige Erfahrungen mit: als Journalist, als Führungskraft, mit Veränderungsprozessen und Formatentwicklung. Er denkt strategisch, ist innovativ, arbeitet beharrlich und hat immer auch die Mitarbeitenden und ihre Bedürfnisse im Blick. Genau das brauchen wir, wenn es jetzt darum geht, verschiedene Redaktionen in einer Hauptabteilung neu zusammenzuführen, die mit ihren Angeboten und Aktivitäten auch dazu beitragen soll, Begegnung zu ermöglichen und gesellschaftlichen Austausch zu beleben."