Im September ging die Sommerflaute mit der großen Zahl an Wiederholungen erwartungsgemäß zu Ende, quer durch alle Sender zeigt sich in unserem Frische-Index ein steigender Anteil an Erstausstrahlungen und Free-TV-Premieren im Abendprogramm zwischen 20:15 Uhr und Mitternacht, den wir dafür stets auswerten. Hatte das ZDF das Frische-Ranking im September noch deutlich angeführt, so schlossen RTL und Das Erste nun wieder auf. Das trio liegt nun quasi gleichauf an der Spitze. Eigentlich wäre RTL sogar ganz nach vorn gestürmt - dann kam allerdings der Flop von "Gladiators" dazwischen, den man durch Wiederholungen ersetzt hat.

ProSieben und Sat.1 folgen mit etwa 20 Prozentpunkten Abstand schon deutlich dahinter - doch dort gab's im Vergleich zum Vorjahr den größten Satz nach vorne. Während Das Erste, das ZDF und RTL auf dem gleichen Frische-Niveau wie im September vergangenen Jahr lagen, reduzierte sich die Wiederholungsrate bei ProSieben und Sat.1 deutlich um 15 Prozentpunkte. Trotzdem bleibt Sat.1 aufs gesamte Jahr gesehen der Sender, dessen Wiederholungsanteil am deutlichsten gestiegen ist. Generell liegt er in den ersten neun Monaten des Jahres aber bei allen Sendern höher als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Vox löste sich im September wieder aus der Schluss-Gruppe und rangiert nun zwischen dem Mittelfeld aus ProSieben und Sat.1 und den Schlusslichtern RTLzwei und Kabel Eins, die sich gegenseitig nicht allzu viel schenkten.

    FIX-Punkte
September 2026
Vergleich zum
Vormonat
Vergleich zum
September 2025
Jahresschnitt '26
(vs 01-09/25)
ZDF 86 von 100 +6 +2 80
(-2)
RTL 86 von 100 +29 +0 76
(-6)
Das Erste 85 von 100 +16 +1 78
(+1)
ProSieben 65 von 100 +22 +15 44
(-3)
Sat.1 64 von 100 +11 +15 46
(-15)
VOX 45 von 100 +27 +2 32
(-4)
RTLzwei 27 von 100 +8 -10 24
(-11)
kabel eins 24 von 100 +1 -8 21
(-2)

Frische-Index-Verlauf bis September 2026

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale

Wie wir die Daten erheben und was sie aussagen

Wir werten Monat für Monat das Programm der acht großen Vollprogramme zwischen 20:15 Uhr und Mitternacht aus und ermitteln den Anteil an "frischem Programm", wozu wir Erstausstrahlungen und Free-TV-Premieren rechnen. Sendungen, die vorab gestreamt werden konnten, gelten hier ebenfalls als "frisches Programm". Über die Qualität des Programms sagt der Anteil der Erstausstrahlungen natürlich nicht unbedingt etwas aus, doch es ist eines von mehreren Indizien, mit welchem Aufwand ein Programm derzeit betrieben wird.

Zu beachten ist zudem: Der Frische-Index gibt einen Trend an, bildet die Situation aber nicht ganz genau ab. So gibt es beispielsweise einen systembedingten "Nachteil" für Das Erste und das ZDF: Aufgrund der Werbefreiheit müssen sie mehr eigenes Programm produzieren, um die Zeit zu füllen, während die Privatsender einen gar nicht so geringen Teil des Abends mit Werbeblöcken füllen. Eine Stunde Erstausstrahlung ohne Werbung im Ersten haben wir aber genauso gewertet wie eine Stunde Erstausstrahlung bei den Privaten mit Werbung.