Die GEMA hat ihren diesjährigen Radiokulturpreis an NDR Kultur und FluxFM vergeben. Während der NDR-Sender am Abend in Berlin für sein anspruchsvolles Musikprogramm geehrt wurde, erhielt FluxFM die Auszeichnung in der Kategorie "Populäre Musik". Mit dem zum elften Mal vergebenen Radiokulturpreis würdigt die GEMA Radioprogramme, die sich durch musikalische Vielfalt und die Förderung kultureller Angebote auszeichnen.

Die Jury lobte NDR Kultur für sein konsequent auf Kunstmusik, Jazz sowie anspruchsvolle Vokal- und Instrumentalmusik ausgerichtetes Programm. Mit seinem Nischenrepertoire biete der Sender Musik jenseits des Mainstreams und zeichne sich durch eine besondere Vielfalt aus. Auch Live-Produktionen, regionale Musik und musikalische Bildung spielten eine wichtige Rolle.

Anja Würzberg, Kulturchefin des Norddeutschen Rundfunks, freute sich über die Auszeichnung für das Team. "NDR Kultur ist eine Radiowelle, die die Vielfalt liebt – so wie ihr Publikum." Man wolle Menschen mit klassischer Musik berühren und "immer wieder schöne Momente im Alltag schaffen".

FluxFM überzeugte die Jury mit einem hohen Anteil an Nischenrepertoire und einer bemerkenswerten Programmvielfalt. Nach Angaben der GEMA spielte der Sender im Jahr 2025 insgesamt 13.700 unterschiedliche Werke. Zudem schaffe FluxFM überdurchschnittlich viel Raum für regionale Musik und Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

Mona Rübsamen, Mitgründerin und Geschäftsführerin von FluxFM, betonte die Bedeutung der Auszeichnung gerade im digitalen Zeitalter. Der Preis würdige,"dass Kuratierung, musikalische Vielfalt und Haltung in Moderation und Redaktion auch in einer Welt der Algorithmen einen besonderen Wert haben". Ihr Appell: Radio solle Musik nicht nur abspielen, sondern auch einordnen, Geschichten erzählen und sie in einen kulturellen und gesellschaftlichen Kontext setzen.