Marcel Wontorra verlässt den Sport-Streamingdienst Dyn. Einen entsprechenden Bericht der "Bild" bestätigte der 35-Jährige, der bei Dyn Media als Chief Operating Officer fungiert, am Dienstag gegenüber DWDL.de. Der "Bild"-Mutterkonzern Axel Springer ist auch Mitgesellschafter von Dyn Media.
Wontorras Ziel steht bereits fest: Künftig wird er als Geschäftsführer der neuen Frauen-Bundesliga (FBL) fungieren, die aktuell nach der Abspaltung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) erstmals ihre TV-Rechte in Eigenregie verkauft. Weil Wontorras Vertrag bei Dyn noch läuft, ist er in die noch bis Ende November laufende Rechtevergabe für die kommenden beiden Spielzeiten aber nicht eingebunden.
Auf LinkedIn schrieb Wontorra am Mittag: "Die Liga hat enormes Potenzial. In den letzten Jahren hat sich der Frauenfußball stark entwickelt, und das Fundament für weiteres Wachstum ist gelegt. Ich freue mich sehr darauf, diese Entwicklung gemeinsam mit den Clubs zu gestalten." Leichtgefallen sei ihm die Entscheidung trotzdem nicht. "Bei Dyn haben wir in den letzten Jahren etwas Besonderes aufgebaut und gezeigt, dass Sportarten bei uns kontinuierlich wachsen. Am meisten ans Herz gewachsen ist mir aber das gesamte Team". Die bevorstehende Handball-Weltmeisterschaft werde aber noch einmal "ein persönliches Highlight" sein. "Da werden wir für alle Handball-Fans noch einmal alles rausholen", so Wontorra.
Im März 2022 war Marcel Wontorra zum Start-up S Nation Media gekommen, aus dem später Dyn hervorging. Von Beginn an zeichnete er dabei etwa für Strategie, Finanzen, Personal, Vermarktung, Sportrechte und Medienpartnerschaften verantwortlich.
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