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Neues aus Berlin

Schwulensender Timm erwägt Wechsel ins PayTV

von Thomas Lückerath
06.02.2010 - 23:44 Uhr

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An Kampfgeist mangelt es nicht: In Berlin arbeitet das Team des Schwulsenders Timm an einer neuen Perspektive. Während ein offizielles Statement weiter auf sich warten lässt, gibt es offenbar einen Rettungsplan.

Es könnte eine kluge Entscheidung sein: Seit dem Insolvenzantrag der Timm-Betreibergesellschaft Deutsche Fernsehwerke GmbH gibt es keine offiziellen Statements aus Berlin. Ruhe scheint das oberste Gebot. Der Sendebetrieb geht weiter, von der Berlinale in Berlin will der Sender umfangreich berichten. Gleichzeitig jedoch, nur soviel dringt vom Flurfunk nach draussen, gebe es zahlreiche Gespräche und Verhandlungen zur Zukunft des Senders.

Timm war im November 2008 sehr ambitioniert als digitaler FreeTV-Sender gestartet. Das wurde schon zum Sendestart, angesichts der sich abzeichnenden Werbekrise, als mutiges Unterfangen bezeichnet. In der Zwischenzeit mussten bereits mehrere digitale FreeTV-Sender Insolvenz anmelden und den Betrieb einstellen. Solange der digitale Kabel-Empfang noch kein Standard ist und es auch noch zahlreiche analoge Satelliten-Haushalte gibt, ist die Verbreitung digitaler Sender eingeschränkt.
 

 
Eine in Berlin bei Timm derzeit offenbar diskutierte Lösung für dieses Problem: Die Umwandlung des Schwulensenders in einen PayTV-Kanal. Auf der Website sowie via Newsletter führt man aktuell eine Umfrage unter seinen Zuschauern bzw. Usern durch, um die Akzeptanz eines solchen Schritts in Erfahrung zu bringen. Die Umfrage beginnt mit dem ersten offiziellen Bekenntnis einer schwierigen Situation gegenüber den Zuschauern.

"Deine Meinung zählt. Jetzt erst recht - gemeinsam sind wir stark. Auch wenn die Segel gerade auf Sturm stehen, halten wir den Kurs und geben alles für dein Programm! Daher unsere Frage an dich: Bist du dabei? Würdest du TIMM auch weiterhin die Treue halten, wenn Deutschlands erster und vor allem einziger Sender für schwule Männer ein Pay-TV-Sender wäre?", heißt es in dem Aufruf zur Umfrage. Erstaunlicherweise nutzt man die Umfrage jedoch nicht zur näheren Analyse dieser Frage: Ja oder nein, mehr wird nicht gefragt.

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