© SWR/Rafael Krötz
Klare Ansage
Boudgoust wehrt sich gegen politische Ränkespiele
In der vorigen Woche kündigte Bernhard Nellessen an, seinen Vertrag als SWR-Fernsehdirektor nach zwei Amtszeiten nicht verlängern zu wollen. Geht es nach Intendant Peter Boudgoust, so wird Christoph Hauser, bislang Programmchef des deutsch-französischen Kultursenders Arte, Nellessens Nachfolge antreten. Boudgoust hat ihn einem Bericht der "FAZ" zufolge dem Rundfunkrat des Senders vorgeschlagen. SWR3-Programmchef Gerold Hug soll nach Boudgousts Vorstellungen zum Hörfunkdirektor aufsteigen.
Darüber hinaus soll Jan Büttner, bislang Leiter des Intendantenbüros, neuer SWR-Verwaltungsdirektor werden, Hermann Eicher soll Chefjustiziar der Anstalt bleiben. Boudgoust machte zugleich deutlich, sich gegen politische Einflussnahme wehren zu wollen. Er wolle "es nicht zulassen, dass dieser Sender und sein Führungspersonal zum Gegenstand politischer Ränkespiele" werde, zitiert ihn die "FAZ". Zugleich werde es auch "nicht zulassen, dass mit verantwortungslosen Machtspielchen unser wichtigstes Gut in Frage gestellt wird: unsere Unabhängigkeit". Eine anderes Kriterium bei der Besetzung von Spitzenposition als die Bestenauswahl gebe es nicht.



29.05.2012 - 09:27 Uhr
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