Wolf von der Fecht gibt die Leitung der insolventen dapd-Gesellschaften an den Berliner Rechtsanwalt Christian Köhler-Ma ab. Er hat aus diesem Grund die Aufhebung der Eigenverwaltung beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg beantragt. Die einzelnen Verfahren sollen mit diesem Schritt jeweils in ein Regelinsolvenzverfahren überführt werden, bei denen Köhler-Ma dann die Insolvenzverwaltung übernimmt. Bis zur erfolgreichen Übergabe an einen neuen Investor will von der Fecht allerdings beratend zur Verfügung.
"Es ist uns mit dem Restrukturierungskonzept gelungen, die dapd-Nachrichtenagenturgruppe auf eine wirtschaftlich solide Basis zu stellen", sagte von der Fecht. Zugleich betonte er noch einmal, dass alle von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften inzwischen wieder aus eigener Kraft profitabel arbeiten. "Damit haben wir das Fundament für eine langfristige Perspektive gelegt." Weiter sagte er: "Für die laufenden Investorengespräche wünsche ich der dapd alles Gute und hoffe, dass die Agentur so bald wie möglich in verantwortungsvolle neue Hände gelangt." Zuletzt galt der einstige N24-Chef Ulrich Ende als möglicher Investor.
Unterdessen steht wohl auch fest, wie sich die dapd künftig um die Auslandsnachrichten kümmern möchte. Angeblich soll das Medien-Unternehmen Dow Jones künftig dafür verantwortlich sein. Ulrich Ende bestätigte auf Anfrage von "w&v Online", man befinde sich "in engen Verhandlungen" mit Dow Jones. Die Agentur gilt als Spezialist für Nachrichten sowie Wirtschafts- und Finanzinformationen und verfügt über ein internationales Netz von mehr als 2000 Korrespondenten. Die Dow Jones Consumer Media Group gibt unter anderem auch das "Wall Street Journal" heraus und ist eine Tochter der News Corporation.
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