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Schöne Bescherung

Sat.1 gewinnt Super-Günter als Sender des Jahres

von Thomas Lückerath
24.12.2012 - 00:05 Uhr

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Zum 5. Mal haben die Leserinnen und Leser des Medienmagazins DWDL.de die Peinlichkeit des Medienjahres gewählt. Nie war das Ergebnis so knapp wie diesmal: 19,8 Prozent der abgegebenen Stimmen reichten zum Sieg für Sat.1.

Am 16. Dezember verriet die DWDL.de-Redaktion bereits ihre Preisträger des Goldenen Günter. Aus diesen Gewinnern konnten Sie in den vergangenen acht Tagen Ihren Favoriten wählen. Welche Leistung, welche Person oder welches Unternehmen war im vergangenen Jahr „ziemlich ui-jui-jui“? Die Antwort fiel diesmal weit weniger eindeutig aus als in den vergangenen Jahren. Mit gerade einmal zwei Prozentpunkten Vorsprung sichert sich Sat.1 den mehr oder weniger schmeichelhaften Preis. Der Sender mit seinen zahlreichen Baustellen und Flops ist damit nach Auffassung der DWDL.de-Leser die Medien-Peinlichkeit des Jahres 2012. Ein bitteres Urteil, das idealerweise Ansporn ist für den neuen Sat.1-Geschäftsführer Nicolas Paalzow, der in wenigen Wochen im Amt bereits mehrfach durchgegriffen hat. Das Ziel für 2013 dürfte klar sein: Den Fall des Senders stoppen.

 

Sat.1 reiht sich mit der Auszeichnung in eine illustre Reihe von Preisträgern des Super-Günter ein. 2008 erhielt die ProSieben-Show „Uri Geller: UFOs & Aliens“ die Auszeichnung der DWDL.de-Leser. Ein Jahr später war es das Polittheater um die Wiederwahl von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. 2010 dann holte sich die „Oliver Pocher Show“ den Super-Günter und im vergangenen Jahr kürten die DWDL.de-Leser den Integrations-Bambi für Bushido zur Peinlichkeit des Jahres. Knapp hinter Sat.1 landete übrigens TV-Produzent Frank Schmidt („Fiction geht auch für die Hälfte“) mit 17,7 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Den dritten Platz sicherte sich „Gottschalk Live“ mit 14,4 Prozent der Stimmen. Platz 4 mit noch knapp über zehn Prozent der Stimmen geht an den ZDF-Fußballstrand.

Die Plätze 5 bis 11 konnten jeweils weniger als zehn Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Als da wären: Helmut Thoma und sein Volks.TV (8,1 Prozent), die Fragmentierung als Ausrede des Jahres (7,6 Prozent), die Wiederwahl von Monika Piel (6,5 Prozent), die Debatte um das Leistungsschutzrecht (5,9 Prozent), die Radio-Group im Williams-Fieber (4 Prozent), der Schnit(t)zer des Jahres im „heute-journal“ (3,9 Prozent) und die Krisenkommunikation bei Gruner+Jahr im Fall der „FTD“-Einstellung auf dem letzten Platz mit nur 2,1 Prozent der abgegebenen Stimmen.

 

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