7 Tage Sex © RTL
Tresor-Geschäftsführerin wehrt sich

Nach Inzest-Wirbel: "Man hat uns angelogen"

von Alexander Krei
08.03.2013 - 14:31 Uhr

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Nachdem RTL bei seiner Reihe "7 Tage Sex" über ein Inzest-Paar gestolpert ist, weist die Produktionsfirma Tresor die Schuld von sich. Selbst mit viel Fantasie wäre man niemals darauf gekommen, sagt Geschäftsführerin Inga Leschek.

Bei RTL dürften am Mittwoch so manche Schweißtropfen geflossen sein, nachdem sich ein Liebespaar, das man eigentlich abends in der Dokureihe "7 Tage Sex" zeigen wollte, als Halbgeschwisterpaar entpuppte. Die Folge: RTL strich die Sendung kurzerhand aus dem Programm, obwohl kurz zuvor noch im Programm mit Trailern für "7 Tage Sex" geworben wurde. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Bei der Produktionsfirma Tresor, die für das Format verantwortlich zeichnet, weist man die Schuld nicht bei sich. Viel mehr fühlen sich die Macher von den Protagonisten der Sendung getäuscht.

"Wir produzieren Reality-Programme und arbeiten hierfür mit Menschen zusammen, die Lust haben uns in ihr reales Leben eintauchen zu lassen. Bei der Produktion dieser Reality-Formate sind wir davon abhängig, dass die Protagonisten ehrlich mit uns umgehen, so wie wir auch ehrlich mit ihnen umgehen", sagte Inga Leschek, Geschäftsführerin von Tresor, gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. "Dass für diese Zusammenarbeit natürlich auch ein Vertrag geschlossen wird, in dem die Sachlage lückenlos geregelt ist, steht außer Frage."

Vor Beginn der Produktion finde ein "ausführlicher Castingprozess" statt, in dem unter anderem stundenlange Interviews geführt würden, so Leschek. "Auch hierbei gehen wir davon aus, dass man uns die Wahrheit sagt. Selbst mit viel Fantasie wären wir niemals darauf gekommen, dass ein Halbgeschwisterpaar sich bei '7 Tage Sex' bewirbt - das übersteigt schlichtweg unsere Vorstellungskraft." Und so war es nach Ansicht der Produktionsfirma schwierig, im Vorfeld an die entsprechenden Informationen über die Kandidaten zu kommen. "Um hinter dieses Geheimnis zu kommen, hätten wir die Geburtsurkunden der beiden kontrollieren müssen oder einen DNA Test benötigt. Beides ist bei der Produktion eines Dokusoap-Formats nicht üblich."

Leschek: "Uns ist passiert, was auch anderen Produzenten von Reality Formaten immer wieder passiert - man hat uns angelogen. Ob es Kandidaten sind, die mit einem bestehenden Plattenvertrag, verbotenerweise zu einer Musik Castingshow gehen, oder bereits liierte Kandidaten, die bei einer Datingshow mitmachen. Wir können die Menschen mit den wir zusammenarbeiten, nicht so sehr durchleuchten, als dass man vor einem Zwischenfall, wie diesem gefeit wäre." Dem aufgeflogenen Kandidaten-Paar gibt die Tresor-Geschäftsführerin gegenüber DWDL.de dennoch nette Worte mit auf den Weg: "Für die Protagonisten ist dieses unbeabsichtigte Outing eine große Belastung und ich würde mir wünschen, dass sie in Ruhe gelassen werden."

 

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