Das Ex-"Housewife" Nicollette Sheridan zieht gegen den Produzenten der Serie vor Gericht - inklusive Ohrfeige und Tränen. Außerdem: Trotz viel Werbung enttäuscht "GCB" auf ganzer Linie und Jennifer Love Hewitt promotet ihre neue Serie mit sexy Internettrailer...
Das "Desperate Housewives"-Drama aus der Wisteria Lane findet seit letztem Freitag nun im Gerichtssaal statt. Nicollette Sheridan, einstiges Serienbiest Edie Britt, verklagte im April 2010 Serienschöpfer und Produzent Marc Cherry mit dem Vorwurf, dass sie damals unrechtmäßig gefeuert wurde, nachdem sie sich darüber beschwerte, von ihm am Set geschlagen worden zu sein. Sheridan selbst wurde im noch laufenden zweiwöchigen Prozess als erste Zeugin verhört und wurde vom gegnerischen Anwalt, der ABC und Marc Cherry vertritt, schwer ins Verhör genommen. Dies führte dazu, dass die 48-Jährige immer wieder die Stimme erhob und teilweise in Tränen aufgewühlt und wütend antwortete. Ein Punkt des gegnerischen Anwalts war die Tatsache, dass Sheridan in ihrer ursprünglichen Aussage das Wort 'slap' verwendete, im Gerichtssaal aber bei ihren Schilderungen der Ereignisse das Wort 'hit' fiel.
Die frustrierte Sheridan verteidigte sich auf diese Anschuldigung folgendermaßen: "Ich habe das Gefühl, Sie legen das falsch aus, was mir angetan wurde. Ich habe dieses Dokument damals nicht ausgefüllt, sondern mein Anwalt hat das geschrieben." Außerdem sei ihr nicht klar, worin der Unterschied zwischen 'hit' und 'slap' liegen solle. Zur besseren Vorstellung, wie Cherry sie damals schlug, demonstrierte Sheridan dies an ihrem Anwalt und gab ihm im Zeugenstand eine Ohrfeige. In diesem Prozess soll außerdem ans Licht gebracht werden, zu welchem Zeitpunkt Cherry entschied, Sheridans Charakter Edie Britt sterben zu lassen und was der wahre Beweggrund hierfür war, da Sheridan behauptet, bis für Staffel 7 vorgesehen gewesen zu sein. Im weiteren Prozess wird erwartet, dass Produzenten und Autoren der Show für Sheridan aussagen, aber natürlich wird auch Marc Cherry seine Befürworter als Zeugen vorbringen können, u.a. auch die drei Hauptdarstellerinnen von "Desperate Housewives" Eva Longoria, Felicity Huffman und Marcia Cross.
Vom Gerichtssaal wieder zurück auf den Bildschirm: Nur noch sechs Folgen bis zum großen "Desperate Housewives"-Finale in den USA und ABC ist sichtlich bemüht, am Sonntagabend einen Nachfolger zu finden. "Once Upon A Time" läuft auf dem 20:00 Uhr Sendeplatz weiterhin sehr erfolgreich und liegt im Zielgruppenrating immer vor allen anderen Broadcast Networks. Das Projekt "Pan Am" ist dagegen kläglich gescheitert, weshalb am vergangenen Sonntag ein neues Format auf dem 22:00 Uhr Slot startete. Die Drama-Comedy "GCB" (Good Christian Belles) mit Sängerin und Broadway-Star Kristen Chenowith in der Hauptrolle soll zumindest in die Richtung der Housewives gehen, da es um reiche Hausfrauen in Dallas geht, die von Intrigen, Eifersucht und Geld getrieben werden. Wie in der letzten Woche bereits berichtet fährt ABC eine große Kampagne für "GCB" und ließ kaum eine Werbefläche in New York aus. Kurz vor dem Start am Sonntag wurde noch der Turbogang gezündet, da auffällig viele Online-Anzeigen auf TV-affinen Webseiten zu sehen waren und in der kostenfreien Pendler-Zeitschrift Metro zur Wochenendausgabe eine Sonderwerbeform unüberlesbar war. Mit sexy langen Beinen und den zehn "GCB"-Geboten sollten die New Yorker auf die neue Show heiß gemacht werden, wie Sie hier sehen können:
Die amerikanische Presse ließ größtenteils kein gutes Haar an der neuen ABC-Show, da dem Zuschauer nach der Pilotfolge nicht wirklich klar wird, in welchem Genre "GCB" angesiedelt ist. Die Gags und Witze sind meist so plump, dass sie nicht einmal zum Schmunzeln anregen, was allerdings auch dem speziellen Südstaaten-Humor geschuldet ist. Außerdem ist nicht darüber hinwegzusehen, dass Story und Casting große Schwachstellen haben. Das einstige Highschool-Biest Amanda Vaughn muss nach dem Tod ihres Ehemanns aus finanziellen Gründen mit ihren beiden Kindern zu ihrer Mutter zurück nach Dallas ziehen. Ihre vier ehemaligen Highschool-Feindinnen sind darüber natürlich alles andere als erfreut und machen Amanda das neue Leben schwer. Allerdings wissen jene nicht, dass Amanda längst keine Intrigantin mehr ist und eine vernünftige Frau mit guten Absichten zu sein scheint. Doch urplötzlich fährt Amanda zum Ende der ersten Folge ihre Krallen wieder aus, was sehr unglaubwürdig rüberkommt. Außerdem ist der Altersunterschied der fünf Hauptdarstellerinnen äußerst auffällig, obwohl die Hauptcharaktere doch alle zusammen in eine Klasse gegangen sind. In Deutschland wird es die Serie sicherlich schwer haben, da das Thema von prüden, christlichen und gleichzeitig intriganten Frauen in Amerika hierzulande kaum großen Anklang finden wird. Auch in den USA verlief der Start aus Quotensicht eher verhalten. Nach einem Zielgruppenrating von 2,6 dürfen die Quoten in den kommenden Wochen nicht mehr fallen.
Mit Spannung wird auch eine weitere neue Serie im April erwartet, die bereits jetzt für Furore im Internet sorgt. Das Cable Network Lifetime konnte im vergangenen Sommer mit seinem Movie-Highlight "The Client List" einen unerwarteten Quotenerfolg feiern, weshalb kurzerhand entschieden wurde, eine komplette Serie hierzu zu entwickeln. Hauptdarstellerin Jennifer Love Hewitt, die bereits in "Ghost Whisperer" jahrelang TV-Erfolge feiern konnte, spielt in "The Client List" die vom Schicksal gebeutelte Riley Parks, die von ihrem Ehemann verlassen wurde und mit einem hinterlassenen Schuldenberg zu kämpfen hat. Zusätzlich sieht sie sich der Situation ausgesetzt, von nun an als alleinerziehende Mutter für ihre beiden Kinder sorgen zu müssen. In ihrer aussichtslosen Situation greift Riley zum letzten Strohhalm und ergattert einen Job in einem nach außen hin harmlosen Massage/Spa-Salon. Doch schnell wird klar, dass in diesem Etablissement mehr als nur Rückenmassagen gegeben werden. Riley ist auf Grund ihres guten Aussehens und ihrer Sexdienste bei den Kunden heiß begehrt, was sie aber in einen emotionalen Konflikt bringt. Interessanterweise wird die Serie nicht am Film anknüpfen, sondern die komplette Geschichte als Serie noch einmal neu aufrollen und in vorerst 10 Folgen ab April auf Zuschauerjagd gehen. Dass Jennifer Love Hewitt nicht nur mit ihren schauspielerischen Fähigkeiten glänzen kann, zeigt der momentan im Internet heiß begehrte erste Trailer, der Hewitt tanzend in sexy Posen zeigt. Mit dem verführerischen Song "Hey Big Spender" macht die Sängerin klar, dass auch in der Serie viel Haut von ihr zu sehen sein wird. Die begleitende Plakatkampagne mit einer lasziven Jennifer Love Hewitt wird für diese Woche in New York erwartet, was den einen oder anderen Autofahrer sicherlich ablenken dürfte. Den sexy Trailer zu "The Client List" können Sie sich hier anschauen: