Sports-Update vom 30. März
DAZN geht in die Luft, Flaschen-Wirbel beim Wintersport
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Der Streamingdienst DAZN will Live-Sport künftig auch in Flugzeugen und auf Schiffen anbieten. Im ZDF verweigerte Ski-Star Linus Straßer Interview, weil er seine Flasche nicht zeigen durfte. Und: Sportdigital zeigt mehr Motorsport.
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DAZN will Live-Sport künftig auch in der Luft und auf hoher See seine Livesport-Übertragungen anbieten. Wie der Streamingdienst ankündigte, soll das neue Produkt "DAZN Inflight" ab 2027 eingeführt werden. Weil sich Internetverbindung, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit in Flugzeugen und auf Schiffen kontinuierlich verbesserten, würden "spannende neue Möglichkeiten" geschaffen. "'DAZN Inflight' ist ein spannendes Angebot, das darauf ausgelegt sein wird, Live-Spiele wirklich unverzichtbar zu machen, und wir können es kaum erwarten, es in die Lüfte und auf die Meere zu bringen", sagte Shay Segev, CEO der DAZN Group. Und Aviv Giladi, President DAZN Partnerships, erklärte: "Noch vor wenigen Jahren wäre allein die Vorstellung, ein Pokalfinale live während eines Fluges zu verfolgen, undenkbar gewesen. Heute verkünden wir, dass dies Realität wird, und es sind nur noch wenige Monate bis dahin. Ich freue mich sehr über unseren Plan, den Fans die Spannung und Action von Live-Sport zu bringen, wo immer sie sich gerade befinden."
© ZDF/Andreas Pein
Der deutsche Ski-Slalomfahrer Linus Straßer hat dem ZDF nach dem letzten Saisonrennen ein Interview verweigert, weil er eine Flasche mit dem Logo seines Sponsors nicht in die Kamera halten durfte. Moderatorin Amelie Stiefvatter machte die Absage live zum Thema. "Das ist leider Schleichwerbung und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verboten. Dementsprechend kam das Interview nicht zustande", sagte sie im ZDF. Tatsächlich ist Werbung dann unzulässig, wenn Produkte absichtlich für Werbeeffekte gezeigt werden. Das Thema schwelte offenbar schon seit einiger Zeit. "Er hat mir schon vor längerem gesagt, dass er nicht mehr zu mir ins Interview kommt, wenn er nicht die Flasche zeigen darf", sagte Stiefvatter gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Straßer habe damit argumentiert, dass sämtliche andere Sender, auch die ARD, die Flasche samt Sponsor dulden würden. Warum die ARD den Umgang mit dem Thema augenscheinlich weniger streng handhabt als das ZDF, ist unklar. In der "SZ" machte Amelie Stiefvatter zudem deutlich, warum sie das Fehlen des Sportlers vor der ZDF-Kamera on air ansprach: "Ganz oft wurde ich gefragt, warum ich nicht Linus Straßer im Interview habe, das fiel dann auch auf mich zurück", so die Moderatorin. "Ich hatte Linus vorgewarnt, dass ich das jetzt thematisieren werde, weil ich finde, dass das beim letzten Rennen schwierig ist, wenn er nicht im Interview bei uns ist."
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Die NASCAR Euro Series wird künftig bei Sportdigital zu sehen sein. Konkret soll jedes Meisterschaftsrennen live auf dem linearen Fernsehsender Sportdigital1+ und über die Sportdigital+-App übertragen werden - moderiert von Pete Fink, der auch die amerikanische NASCAR Cup Series schon lange bei Sportdigital begleitet. Daneben soll auch die "OPEN"-Meisterschaft über die digitale Plattform umfassend begleitet werden, ausgewählte Rennen soll es auch live im linearen Programm zu sehen geben. Auch das Highlight-Magazin der Euro Series ist Teil der Vereinbarung. "Diese Partnerschaft ist ein bedeutender Meilenstein in unserer globalen Mission, die einzigartige Atmosphäre und die Spitzenklasse der NASCAR dem engagiertesten Publikum auf dem gesamten Kontinent näherzubringen", sagte Jerome Galpin, CEO und Präsident der NASCAR Euro Series. Und Sportdigital-Geschäftsführer Gisbert Wundram erklärte: "NASCAR begeistert unsere Zuschauer bereits mit Rennen der Cup Series aus den USA. Mit der Euro Series erweitern wir unser Live-Angebot gezielt und werden künftig noch mehr spannende NASCAR-Rennen live aus Europa anbieten. Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit packenden Rennen."
© Sky
Der sogenannte "Flutlicht-Freitag", also die Freitagsspiele der Fußball-Bundesliga, die Sky seit dieser Saison wieder überträgt, ist offenbar ein besonderer Umsatztreiber für die Gastronomie. Das geht aus Zahlen hervor, die Sky Business jetzt veröffentlicht hat. Demnach machen die Freitagsspiele seit Beginn der neuen Saison 26,6 Prozent der Gesamtreichweite des Bundesliga-Wochenendes aus und sorgen dabei im Durchschnitt für 33,4 Prozent des Gesamtumsatzes in Gastronomie und Hotellerie. Zum Vergleich: Die Partien am Samstagnachmittag machen 30,4 Prozent der Gesamtreichweite aus und sorgen für 30,5 Prozent des Umsatzes. Das "tipico Topspiel" am Samstagabend erzielt 43,0 Prozent der Gesamtreichweite und trägt 36,2 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Damit zeige sich deutlich, "dass insbesondere der Freitag im Verhältnis zu seiner Reichweite überproportional umsatzstark ist", so das Unternehmen. Der "Flutlicht-Freitag" sei damit "längst ein echter Impulsgeber für das Wochenendgeschäft", sagt Lars Winking, Vice President von Sky Business.
Sport in Zahlen
© Icon League
Die Icon League ist im Free-TV bislang nur in der Nische gefragt. Als Sport1 am Sonntag ab 18:00 Uhr fast fünf Stunden lang live berichtete, erreichte der Sender damit lediglich 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer und einen Marktanteil von 0,2 Prozent in der Zielgruppe. Kein Vergleich zum "Doppelpass": Der Fußball-Talk lockte ab 11:00 Uhr im Schnitt 400.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernseher. Während der Marktanteil beim Gesamtpublikum sehr gute 4,5 Prozent betrug, wurden bei den 14- bis 49-Jährigen 3,7 Prozent erzielt.
DAZN geht in die Luft, Flaschen-Wirbel beim Wintersport
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