© Fifa
Netflix, YouTube und Disney prüfen offenbar einen Einstieg in den Bieterwettstreit um die US-Medienrechte an den Fußball-Weltmeisterschaften 2030 und 2034. Wie CNBC berichtet, könnten sich zudem auch Amazon und Apple um die Rechte bemühen. Demnach plant die FIFA, die englisch- und spanischsprachigen Übertragungsrechte gemeinsam auszuschreiben. Für beide Pakete zusammen erhofft sich der Verband Erlöse von 1,5 bis 2 Milliarden US-Dollar pro Turnier - deutlich mehr als für die WM 2026, als Fox 485 Millionen US-Dollar für die englischsprachigen und Telemundo 600 Millionen US-Dollar für die spanischsprachigen Rechte zahlten. Trotz der für den US-Markt ungünstigeren Zeitzonen gilt das Interesse als groß, nicht zuletzt nachdem die laufende WM jüngst für Rekord-Quoten gesorgt hatte.
© 3ICE / DAZN
Mit 3ICE hat sich DAZN die Übertragungsrechte für ein innovatives Eishockey-Format gesichert. Seit wenigen Tagen sind der erstmals ausgetragene 3ICE World Cup sowie ab Dienstag auch die vierte Saison der 3ICE Men’s League kostenlos auf der Streaming-Plattform zu sehen. Das 3-gegen-3-Format setzt auf kurze, actionreiche Spiele ohne Powerplays oder Abseits und entscheidet jede Partie in der Verlängerung beziehungsweise im Penaltyschießen. Mit der Partnerschaft sichert sich DAZN die globale Verbreitung eines der am schnellsten wachsenden Formate im Profi-Eishockey. E.J. Johnson, CEO und Gründer von 3ICE, bezeichnete die Zusammenarbeit als "bedeutenden Meilenstein". Und Shay Segev, CEO der DAZN Group, sagte: "3ICE ist ein dynamisches Profi-Eishockeyformat, das perfekt zum Ziel von DAZN passt, den Fans die spannendsten und innovativsten Sportarten näherzubringen. Sein Tempo, seine Dramatik und seine schnell wachsende weltweite Beliebtheit machen es sowohl für traditionelles Eishockeypublikum als auch für neue Fans äußerst fesselnd."
© DAZN
DAZN hat sich außerdem die Rechte am Esports World Cup gesichert und zeigt die Veranstaltung erneut weltweit kostenfrei - zum dritten Mal in Folge. Über sieben Wochen messen sich derzeit in Paris die besten Clubs sowie die erfolgreichsten E-Sportlerinnen und E-Sportler der Welt in insgesamt 24 Spieletiteln. Insgesamt treten über 200 Klubs mit Spielern aus 84 Ländern bei dem Wettbewerb an, dem ein Qualifikationsprozess mit über 1,5 Millionen Spielerinnen und Spielern vorausging. "Der Esports World Cup ist ein globales Sportgroßereignis, das die Spitze des Competitive Gaming über zahlreiche Genres hinweg präsentiert", so Shay Segev, CEO der DAZN Group. "Seine Größe, Innovationskraft und seine Fähigkeit, insbesondere jüngere Zielgruppen zu begeistern, machen ihn zu einer idealen Ergänzung für DAZN."
Sport in Zahlen
© DF1
Der Free-TV-Sender DF1 feiert das erfolgreichste Wochenende seiner Sendergeschichte und erzielte am Sonntag einen Tagesmarktanteil von 0,7 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. Maßgeblicher Treiber war die Live-Übertragung der MotoGP, die diesmal in Deutschland Station machte. Das Rennen erreichte am Sonntag gegen 14 Uhr im Schnitt 230.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Das reichte schon beim Gesamtpublikum für starke 2,6 Prozent Marktanteil. In der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen verbuchte der Sender sogar 6,6 Prozent. "Dieses Rekordwochenende ist ein großartiger Beleg dafür, dass unsere Programmstrategie aufgeht. Die MotoGP begeistert die Zuschauerinnen und Zuschauer seit Jahren auf höchstem Niveau und gleichzeitig sehen wir, dass auch unsere neue fiktionale Ausrichtung hervorragend angenommen wird", so David Müller, Geschäftsführer von DF1, in einer Mitteilung.
© Tour de France
Die Tour de France ist nicht nur im Ersten ein voller Erfolg - mit Marktanteilen um 20 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen am vergangenen Wochenende. Auch Eurosport 1 kann mit den täglichen Live-Übertragungen richtig gute Quoten erzielen. So schalteten am Samstag im Schnitt 190.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ein, ehe einen Tag später sogar 300.000 Radsport-Fans erreicht wurden. In der Zielgruppe lagen die Marktanteile an beiden Tagen bei 3,2 und 3,5 Prozent und damit deutlich über dem Senderschnitt. Bei Sport1 ist indes der "WM-Doppelpass" die mit Abstand erfolgreichste Sendung der Woche. Dort schalteten am Sonntag im Schnitt 360.000 Menschen ein. Während beim Gesamtpublikum ein Marktanteil von 4,8 Prozent erreicht wurde, waren es bei den 14- bis 49-Jährigen immerhin 2,7 Prozent.