USA Network ©
Die Bundesliga baut ihre Präsenz auf dem US-Markt aus und hat neue Medienpartnerschaften mit USA Sports und Telemundo geschlossen. Ab der Saison 2026/27 übernimmt USA Sports die englischsprachigen Übertragungen: Mindestens 30 Spiele pro Saison laufen im linearen Fernsehen auf dem USA Network, alle weiteren Partien werden kostenlos über die Plattform Fandango gestreamt. Telemundo bleibt die spanischsprachige Heimat der Bundesliga in den USA und zeigt mehr als 100 Spiele pro Saison auf Telemundo und Universo, sämtliche Begegnungen sind zudem bei Peacock abrufbar. Der neue Vertrag bringt der Bundesliga laut "The Athletic" über eine Laufzeit von fünf Jahren insgesamt rund 100 Millionen US-Dollar ein - etwa 17 Millionen Euro pro Saison. Damit liegt der Wert des neuen Deals allerdings deutlich unter dem bisherigen ESPN-Vertrag: Der US-Sportsender hatte für die Bundesliga-Rechte zuletzt rund 30 Millionen Euro pro Jahr gezahlt. Durch die Übertragung von mehr Spielen erhofft sich die Bundesliga gleichwohl eine höhere Reichweite in den USA. Wie die "Bild" berichtet, soll die Liga die Einbußen daher bewusst in Kauf genommen haben. Allerdings soll sich die zunehmend fehlende sportliche Attraktivität durchaus negativ ausgewirkt haben, heißt es.

Bundesliga © DFL
Zum Start der Bundesliga-Saison wird RTL am ersten Spieltag eine Partie ins Free-TV holen. Wie der Privatsender jetzt ankündigte, zeigt RTL am Samstag, den 29. August die Begegnung zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach. Anstoß ist um 15:30 Uhr, die Vorberichterstattung soll eine halbe Stunde zuvor beginnen. Möglich ist das, weil der Pay-TV-Rechteinhaber Sky inzwischen zu RTL Deutschland gehört. "Nach dem frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft ist die Vorfreude vieler Fans auf die Rückkehr der Bundesliga und ihre besonderen Geschichten sicher noch einmal größer geworden", sagte Inga Leschek, Geschäftsführerin Inhalte bei RTL Deutschland. "Umso mehr freue ich mich, dass wir ab der neuen Saison mit ausgewählten Bundesliga-Partien auch im Free-TV dabei sind." Und Frank Robens, EVP Sports bei RTL Deutschland, erklärte: "Eine neue Bundesliga-Saison verdient zum Auftakt ein echtes Topspiel. Umso mehr freuen wir uns, den Fans direkt am ersten Spieltag eine sportlich wie emotional hochklassige Begegnung im Free-TV präsentieren zu können. Gemeinsam mit Sky Sport wollen wir die Faszination der Bundesliga mit hochwertigen Live-Übertragungen einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen und den Saisonstart zu einem besonderen Fernseherlebnis machen." Das eigentliche Saison-Auftaktspiel wird übrigens auch im Free-TV zu sehen sein - allerdings in Sat.1. Dort läuft am 28. August die Begegnung zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart.

Kings League © DAZN
DAZN erweitert die Zusammenarbeit mit der Kings League und hat sich die internationalen Übertragungsrechte für den Kings World Cup Clubs 2026 gesichert. Das Turnier findet vom 26. Juli bis 1. August in Mailand statt und wird live und kostenlos auf der Streaming-Plattform übertragen. DAZN zeigt alle 27 Partien in weiten Teilen Europas sowie weiteren internationalen Märkten wie Kanada, Asien und Ozeanien. Bei dem Wettbewerb treten 16 Mannschaften aus den sieben regionalen Kings-League-Wettbewerben gegeneinander an, darunter Teams von Fußball-Stars wie Lamine Yamal, Neymar Jr., James Rodríguez und Hasan Salihamidžić. "Wir freuen uns sehr, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit DAZN weiter auszubauen und diesen einzigartigen Wettbewerb noch mehr Fans auf der ganzen Welt zugänglich zu machen", sagte Djamel Agaoua, CEO der Kings League. Und Shay Segev, CEO der DAZN Group, lobte die Kings League: "Dieses Turnier verbindet Fußball, Content-Creators und Unterhaltung auf eine Weise, die genau widerspiegelt, wie das moderne Publikum mit Sport interagiert."

Sport in Zahlen

Formel 1 © RTL
Die Formel 1 hat RTL Deutschland am Sonntag gleich doppel hohe Quoten beschert. Der Große Preis von Belgien erzielte bei RTL und Sky gemeinsam mehr als 30 Prozent Marktanteil. Alleine im Free-TV brachte es die Live-Übertragung nach 15 Uhr auf starke 18,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, nachdem im Vorfeld des Starts sogar 21,2 Prozent erzielt wurden. Insgesamt schalteten im Schnitt 1,55 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein, um das Rennen zu sehen, sodass auch hier der Marktanteil mit 13,3 Prozent sehr gut ausfiel. Dazu kommt, dass Sky weitere 590.000 Fans im Pay-TV einsammelte. Dort belief sich der Zielgruppen-Marktanteil - trotz der Parallel-Übertragung bei RTL - auf sehr gute 13,0 Prozent.

Tour de France © Tour de France
Die Formel 1 zeigte sich damit erstaunlich robust, obwohl sie gegen die derzeit so starke Tour de France antreten musste. Auch die 15. Etappe erwies sich am Sonntag wieder als voller Erfolg und markierte mit durchschnittlich 1,70 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern im Ersten einen neuen Bestwert für das laufende Jahr. Während beim Gesamtpublikum damit ein Marktanteil von 15,6 Prozent erzielt wurde, sorgten 350.000 Personen zwischen 14 und 49 Jahren in dieser Altersgruppe sogar für 19,0 Prozent. Immerhin noch 2,1 Prozent Marktanteil verbuchte Eurosport 1, das ebenfalls auf die Tour de France setzte. Dort erreichte die Live-Übertragung am Sonntag übrigens im Schnitt 260.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.