Sports-Update vom 7. April

"Sun" sagt Sorry, Formel 1 schwächelt bei RTL

von Alexander Krei
07.04.2014 - 10:09 Uhr

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Die britische Zeitung "The Sun" hat sich für ihre "Schwein"-Überschrift entschuldigt und darf am Mittwoch nun also doch ins Stadion des FC Bayern. Derweil hat Oliver Kahn Verständnis für Jürgen Klopp gezeigt. Außerdem: n-tv setzt auf Motorsport.

Oliver Kahn
© ZDF/Sascha Baumann
Beste Freunde werden Jürgen Klopp und Oliver Kahn vermutlich nicht mehr werden. Doch Kahn will nun Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Es gebe zwischen ihm und dem BVB-Trainer "durchaus Parallelen", so der ZDF-Experte gegenüber dem "Spiegel". Über Klopps Gereiztheit bei dessen jüngsten Fernsehauftritten sagte Kahn: "Ich musste als Torwart auch lernen, in gewissen Ausnahmezuständen die Emotionen besser zu kanalisieren. Ich habe damals bei Bayern immer unseren Trainer Ottmar Hitzfeld bewundert, der hat stets die Contenance bewahrt." Unterstützung erhält Klopp dagegen von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. "Wir wollen echt sein", so Watzke im "Spiegel". "Ich höre überall, dass die Leute gelangweilt sind von rundgeschliffenen, austauschbaren Aussagen. Wenn dann mal jemand die Sache auf den Punkt bringt, verfällt manch ein Medium in künstliche Empörung."

FC Bayern München
© FC Bayern
Die Reporter der britischen Boulevardzeitung "The Sun" dürfen nun doch am Mittwoch in die AllianzArena, um vom Champions-League-Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Manchester United zu berichten. "Die 'Sun' hat sich, auch in der entsprechenden Größe, entschuldigt. Damit ist das für uns Geschichte", erklärte Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick, nachdem das Blatt auf seinen Online-Seiten "Sorry Bastian" gesagt hat. "Es war nicht unsere Absicht, Bastian oder Bayern München zu beschämen", so die "Sun". Nach dem Unentschieden im Hinspiel hatte das Blatt "You Schwein" getitelt. Auch der "Daily Mirror" berichtete in ähnlicher Weise - hier gab es allerdings noch keine Entschuldigung.

n-tv - Der Nachrichtensender.
© n-tv
n-tv setzt auch in diesem Jahr wieder auf Motorsport: So blickt der Nachrichtensender ab dem 5. Mai jeweils montags um 18:30 Uhr auf das jeweilige Rennwochenende des Porsche Carrera Cups zurück. Beim Saisonauftakt in Hockenheim gehen 16 Teams mit 36 Piloten aus zwölf Ländern mit ihren neuen Porsche 911 GT3 Cup (Typ 991) ins Rennen. Acht Veranstaltungen werden im Rahmenprogramm der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gefahren und ein Rennen beim ADAC GT Masters auf dem Sachsenring. Bereits ab dem 19. April wird n-tv die Rennen der Formel 3 live übertragen. Gezeigt werden nach Angaben des Senders alle Läufe der Nachwuchsserie. Das Auftaktrennen steigt in Silverstone, von dem n-tv ab 11:15 Uhr berichtet. Die Moderation übernimmt Nico Holter.

Sky
© Sky
Sky Deutschland hat angekündigt, sein Team Football innerhalb der Sportsmarketing-Abteilung vergrößern und professionalisieren zu wollen. Fortan kümmert sich Daniel Herlet als Manager Sportsmarketing um die Zusammenarbeit mit den Vereinen der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga. Herlet wird dabei vorwiegend für die Bundesgebiete Nord und Ost sowie für das digitale Marketing zuständig sein. Dabei berichtet er an Teamleiter Jan Reif. Herlet war unter anderem in verschiedenen Positionen beim 1. FC Köln beschäftigt, bevor er den Verein Ende 2012 als Teamleiter Vertrieb verließ. Danach kam er zu Sky Deutschland, wo er als Manager Channel Communication seit Januar 2013 unter anderem für die kreative Umsetzung der Sportthemen im Handelsmarketing zuständig war.

Logo: SR
© SR
ARD-Radsport-Reporer Holger Gerska (NDR) erhält in diesem Jahr vom Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) den Herbert-Zimmermann-Preis für die beste Radio-Reportage 2013. Die Jury lobte die "mitreißende Schilderung des Zweikampfes der deutschen Radprofis Marcel Kittel und André Greipel auf den letzten Metern der 10. Etappe der Tour de France in St. Malo". Die Reportage war auf SR 3 Saarlandwelle gesendet worden. "Gerska vermittelt in seinen Live-Reportagen immer wieder die Spannung und Faszination des Radsports und die Ausnahmestellung der Tour de France unter den Sportgroßereignissen der Welt", so SR-Intendant Thomas Kleist.

Sport in Zahlen

Sportschau
© WDR
Zwar bleibt die Zukunft der Box-Übertragungen im Ersten angesichts der kritischen Haltung mancher Rundfunkräte weiter unklar, doch am Wochenende bescherte Boxen dem Sender einmal mehr sehr gute Quoten. 3,24 Millionen Zuschauer sahen am späten Samstagabend den Kampf zwischen Jürgen Brähmer und Enzo Maccarinelli. Der Marktanteil lag damit bei sehr guten 18,4 Prozent. Der Fight zwischen Gheorge Sabau und Tyron Zeuge musste sich zuvor in direkter Konkurrenz zu "Wetten, dass.?" allerdings nur mit 2,71 Millionen Zuschauern sowie 10,4 Prozent begnügen. Am Vorabend war derweil auf die Bundesliga war Verlass: 5,10 Millionen Zuschauer sahen in der "Sportschau" die erste Bayern-Niederlage der Saison.

Formel 1
© RTL
RTL hat mit der Übertragung des Großen Preises von Bahrain in diesem Jahr fast eine Million Zuschauer weniger erreicht als noch vor einem Jahr. Das überrascht vor allem deshalb, weil das Formel-1-Rennen diesmal sogar drei Stunden später begann als 2013. Im Schnitt waren nun allerdings nur 5,08 Millionen Motorsport-Fans dabei. Das reichte natürlich trotzdem für einen sehr guten Marktanteil von 27,5 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit 22,1 Prozent allerdings ein gutes Stück schwächer. Sky konnte indes angesichts von 480.000 Zuschauern über eine der besten Formel-1-Reichweiten jubeln. In der Zielgruppe fiel der Marktanteil mit 3,8 Prozent doppelt so hoch aus wie beim Bahrain-Rennen im Jahr zuvor.

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