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Sports-Update vom 21. Juli

ARD zeigt Basketball, viel Werbung bei EM-Quali

von Alexander Krei
21.07.2014 - 11:47 Uhr

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Die ARD wird in den kommenden Wochen mehrere Spiele der Basketball-Nationalmannschaft zeigen - auf unterschiedlichen Kanšlen. RTL ist derweil zufrieden mit der Werbeauslastung bei der anstehenden EM-Qualifikation.

Basketball
© Ryan Fung (CC BY-SA 2.0)
Wer die deutsche Basketball-Nationalmannschaft live im Fernsehen sehen möchte, bekommt in den kommenden Wochen mehrere Gelegenheiten dazu. Allerdings müssen sich Fans vermutlich einige Vermerke im Kalender machen - wirklich einprägsam ist der Ausstrahlungsrhythmus nicht. So zeigt das MDR Fernsehen schon am kommenden Sonntag um 14:00 Uhr das Spiel zwischen Deutschland und dem WM-Teilnehmer Finnland, am Freitag, den 1. August übernimmt ab 20:15 Uhr hingegen EinsPlus die Übertragung der ersten Partie der deutschen Mannschaft beim Supercup in Bamberg. Den Abschluss des Supercups überträgt zwei Tage später dagegen Das Erste ab 15:00 Uhr. EinsPlus ist wieder an der Reihe, wenn Deutschland am 20. August ab 20:00 Uhr im Rahmen der EM-Quali gegen Polen ran muss. Das Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Österreich wird am Sonntag, den 24. August um 14:00 Uhr dagegen im WDR zu sehen sein.

Sportschau
© WDR
Zusätzlich zu diesen fünf Live-Spielen im Free-TV ist das Spiel zwischen Deutschland und Israel im Rahmen des Supercups am Samstag, 2. August 2014, ab 16.30 Uhr im Live-Stream auf sportschau.de zu verfolgen. Voraussichtlich gibt es darüber hinaus noch Live-Berichterstattung von den beiden Auswärtsspielen in der EM-Qualifikation in Polen und in Österreich. Wer die Begegenung zwischen Deutschland und Luxemburg am 17. August sehen möchte, muss dagegen auf den Stream der Website des DBB zurückgreifen. Reichlich kompliziert also - dennoch gibt sich DBB-Präsident Ingo Weiss zufrieden. "Was wir unseren Fans vor den Bildschirmen jetzt anbieten können, ist sicher ein tolles Paket aus attraktiven Live-Spielen im Free-TV, Livestreams im Internet und zusätzlicher Berichterstattung in den Magazinsendungen von ARD und ZDF. Damit haben wir sichergestellt, dass unser Aushängeschild in den elektronischen Medien hervorragend präsentiert wird." ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sieht in Basketball übrigens "eine Sportart mit Zukunft". Deshalb habe man sich entschieden, "auch in diesem Jahr Spiele der deutschen Basketball-Nationalmannschaft live im Ersten und in anderen Programmen der ARD zu zeigen. Wir sind gespannt, wie sich das Zuschauerinteresse für diese Ballsportart entwickeln wird".

RTL-Sportchef Manfred Loppe
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Anfang September wird RTL mit dem Spiel zwischen Deutschland und Schottland in die EM-Qualifkation einsteigen. Die Werbekunden hätten "extrem positiv" auf das Angebot reagiert, sagte RTL-Sportchef Manfred Loppe (Foto). "Es war wie eine Initialzündung - wir haben das Konzept in den Markt gegeben und schon ging es richtig rund. Wir haben eine sehr hohe Werbeauslastung und interpretieren das durchaus als einen Vertrauensbeweis." Besonders begehrt seien die Werbeinsen in den Halbzeitpausen, die bereits kurz nach der Angebotsveröffentlichung im März ausgebucht gewesen seien, heißt es bei RTL und dem Vermarkter IP Deutschland. Ein 30-Sekünder kostet hier übrigens 132.000 Euro. In der Highlight-Berichterstattung geht's bei 41.700 Euro los. Umfangreiche Pakete hätten die langjährigen DFB-Partner Bitburger und Mercedes gebucht, aber auch die Rabo Bank sei vertreten. Sie ist zusammen mit Bitburger Co-Sponsor, Mercedes ist Gewinnspielpartner. RTL kündigt darüber hinaus ein "vielfältiges Angebot an Sonderwerbeformen" an, darunter das Grafik-Sponsoring, das die Einblendung des Kundenlogos während des Spiels ermöglicht. Pro Spieltag soll es sechs bis sieben Werbeinseln geben, vier davon im direkten Umfeld des Live-Spiels, das heißt unmittelbar vor beziehungsweise nach dem Spiel und zweimal während der Halbzeitpause. Wohl auch um einen zusätzlichen Block zu schalten, wird RTL mit der Live-Übertragung ungewöhnlicherweise immer schon um 20:00 Uhr beginnen - also 45 Minuten vor Anpfiff.

Sportdigital
© Sportdigital
Sportdigital hat sich die Rechte an der belgischen Jupiler League gesichert und zeigt die Spiele der höchsten belgischen Spielklasse seit dem Wochenende nun regelmäßig im Programm. Am kommenden Freitag und Sonntag stehen mit den Spielen zwischen Standard Lüttich und RSC Charleroi sowie RSC Anderlecht und Royal Mouscroun-Peruwelz die nächsten Übertragungen an. Sportdigital-Geschäftsführer Gisbert Wundram kündigt derweil bereit den Erwerb weiterer Rechte an. "Der Rechteerwerb an der Jupiler League ist der erste neue Baustein im Fußball-Angebot von Sportdigital in der Saison 2014/15 - weitere neue Ligen werden wir bereits in den nächsten Tagen bekannt geben können. Fest steht, dass wir unseren Zuschauern auch in der kommenden Spielzeit wieder ein attraktives Paket mit vielen hochkarätigen internationalen Ligen anbieten werden."

EuroSport
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Eurosport-Reporter Sigi Heinrich ist am Wochenende mit dem Bayerischen Sportpreis in der Kategorie "Herausragende Präsentation des Sports" ausgezeichnet worden. Heinrich ist ein Mann der ersten Stunde bei Eurosport. Schon zum Sendestart vor 25 Jahren war er an Bord des Senders, für den er als Kommentator und Reporter bei jeweils sechs Olympischen Sommer- und Winterspielen sowie bei diversen Welt- und Europameisterschaften am Start war. In der Kategorie "Herausragende Präsentation des Sports" zählten in den vergangenen Jahren unter anderem Harry Valérien, Herbert Jung und Sebastian Dehnhardt zu den Preisträgern.

Themenabend USA
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Mit mehreren Themenabenden will Motorvision TV in den kommenden Wochen auf sich aufmerksam machen. Das kündigte Geschäftsführer Raimund Köhler kürzlich bereits im DWDL.de-Interview an. So gibt es bereits am kommenden Samstag den Themenabend USA zu sehen, mit dem man den "American Way of Drive" feiern will. Den Auftakt macht das Team von "Top Gear", danach folgt die Goldrush Rally 2013 als Weltpremiere sowie die Dokumentation "Urban Outlaw", die Innenansichten aus dem Kopf von Magnus Walker verspricht, der in der Porsche-Fangemeinde zu den schillerndsten Persönlichkeiten zählt. Am 23. August folgt schließlich die von Ron Williams präsentierte "Lange V8-Nacht", die mit einem Vergleicstest zwischen Ford Mustang GT, Dodge Challenger SRT8 und Camaro ZL1 beginnt. Später gibt's unter anderem einen Besuch der Shelby-Mustang Motorenmanufaktur von Bill DenBeste in Windsor. Und auch "Top Gear" wird im Rahmen dieser Nacht vertreten sein. Die 21. Staffel des Magazins feiert übrigens bereits heute Abend ihre deutsche TV-Premiere bei Motorvision TV. Der Pay-TV-Sender will montags um 21:15 Uhr insgesamt sieben neue Folge ausstrahlen.

Sport in Zahlen

Sport1
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Bei den Darts-Übertragungen von Sport1 besteht aus Quotensicht noch Luft nach oben: 70.000 Zuschauer waren am Sonntagnachmittag im Schnitt ab 14:00 Uhr während der ersten Runde des World Matchplay dabei. Der Marktanteil lag sowohl beim Gesamtpublikum als auch bei den 14- bis 49-Jährigen bei 0,5 Prozent. Ab 20:00 Uhr lief's mit 180.000 Zuschauern sowie jeweils 0,7 Prozent Marktanteil aber schon besser. Höhere Reichweiten als Sport1 verbuchte am Sonntag aber Eurosport mit der Tour de France. Die Live-Übertragung der 15. Etappe wollten 360.000 Zuschauer sehen, die einem Marktanteil von 2,5 Prozent entsprachen. In der Zielgruppe lief's mit 1,5 Prozent ein gutes Stück schlechter. Dennoch lag die Tour damit klar über den Normalwerten des Sportsenders.

Formel 1 - Sky
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Nachdem RTL mit dem Großen Preis von Deutschland am Sonntag zumindest mal wieder in die Nähe der Marke von fünf Millionen Zuschauern kam (DWDL.de berichtete), gibt's auch für Sky gute Nachrichten. Der Pay-TV-Sender blieb zuletzt ebenfalls nicht von Einbußen verschont, konnte mit dem Deutschland-Rennen der Formel 1 mehr Fans vor den Fernseher locken als im Jahr zuvor. 420.000 Zuschauer drückten Nico Rosberg die Daumen und damit 40.000 mehr als 2013. In der Zielgruppe lag der Marktanteil bei überzeugenden 3,9 Prozent und damit ebenfalls ganz leicht oberhalb des Vorjahreswerts. Deutlich geringer war am Vormittag dagegen das Rennen der GP2, für das sich aber immerhin noch 60.000 Motorsport-Fans bei Sky begeistern konnten. Der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei 1,3 Prozent.

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