Sports-Update vom 29. Februar

Neuer Sportrechte-Chef bei Sky, Klaas hilft "Dopa"

von Alexander Krei
29.02.2016 - 11:26 Uhr

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Pünktlich zum anstehenden Beginn des Bundesliga-Pokers hat Sky einen neuen Sportrechte-Chef. Mit Blick auf die DEL könnte derweil Servus TV auch in Zukunft am Puck bleiben. Und: Der "Doppelpass" knackte am Sonntag die Millionen-Marke.

Sky
© Sky
Hans Gabbe ist neuer Sportrechte-Chef bei Sky Deutschland. Er tritt die Nachfolge von Volker Winter an, der das Unternehmen verlassen hat - im gegenseitigen Einvernehmen, wie es heißt. Ein allzu glückliches Händchen hatte Winter zumindest in den letzten Monaten nicht, wie der Verlust der Premier-League-Rechte zeigt. Er habe jedoch "einen wesentlichen Beitrag zu unserem Geschäftserfolg" beigetragen, würdigte Holger Enßlin, Geschäftsführer Legal, Regulatory & Distribution bei Sky, Winters Verdienste. Rechtzeitig vor Beginn des Bundesliga-Pokers übernimmt nun dennoch ein neuer Mann: In seiner Funktion als Senior Vice President Sports Rights ist Hans Gabbe künftig für alle Themen rund um den Sportrechteerwerb sowie den neuen Geschäftsbereich "Sports Commercialization" verantwortlich, in dessen Mittelpunkt die Entwicklung alternativer Erlösmodelle im Sport sowie die strategische Verwertung und Ausrichtung von Sportrechten stehen. 

Sky Smartcard
© Sky
Sky wird auch in diesem Jahr alle vier Turniertage des Golfturniers US Masters in Augusta live übertragen, das diesmal vom 7. bis zum 10. April stattfindet. Auch Nicht-Abonnenten haben die Möglichkeit, das Live-Geschehen im kostenlosen Live-Stream auf sky.de zu verfolgen, wie der Sender ankündigte. Der Vermarkter Sky Media trommelt indes damit, im Rahmen der Übertragungen ein "anspruchsvolles Publikum" erreichen zu können. Ralf Hape, Vice President Sales & Air Time Planning Sky Media: "Der Golfsport spricht konsequent ein markenaffines Publikum mit überdurchschnittlichem Haushaltseinkommen an. Mit den Werbemöglichkeiten im Umfeld der US Masters in Augusta können Werbetreibende ihre Marke zielgerichtet positionieren."

Deutsche Eishockey Liga
© DEL
Nach Bekanntwerden des Telekom-Deals ist die Stimmung in der Deutschen Eishockey-Liga offensichtlich gut. "Die Klubs sind euporisiert. Für uns ist das der nächste Schritt", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der "Frankfurter Rundschau". Ob man sich beim Bezahlmodell an dem der Basketball-Bundesliga orientiert, die bereits auf der Telekom-Plattform Entertain vertreten ist, steht noch nicht fest. Gleichzeitig läuft die Suche nach einem Free-TV-Partner weiter - denn auch weiterhin soll es möglich sein, vereinzelte DEL-Spiele auch ohne Abo zu sehen. Die Telekom habe als Rechteinhaber bereits mit den Verhandlungen begonnen. "Das könnte wieder Servus TV sein", so Tripcke. Laut "FR" soll die Entscheidung bis Ende März fallen.

Sport in Zahlen

Bundesliga
© DFL
Weil am Donnerstag gleich vier deutsche Mannschaften in der Europa League spielten, fanden am Sonntag auch erstmals vier Bundesliga-Spiele statt. Der zusätzliche Termin um 19:30 Uhr bescherte Sky allerdings keine außergewöhnlichen Zuschauerzahlen: 630.000 Fans verfolgten die torlose Partie zwischen Frankfurt und Schalke. Der Marktanteil lag bei den 14- bis 49-Jährigen bei 2,3 Prozent. Das Spiel zwischen Augsburg und Gladbach hatte es vier Stunden zuvor noch auf 680.000 Zuschauer gebracht - und bei der anschließenden Konferenz hatten sogar 1,13 Millionen Fans eingeschaltet. Hier belief sich der Marktanteil auf starke 6,2 Prozent in der Zielgruppe. Die besten Quoten gab's jedoch für die Übertragungen am Samstagnachmittag: 1,42 Millionen Zuschauer entschieden sich für Einzelspiele oder Konferenz und beim jungen Publikum fiel der Marktanteil mit 14,0 Prozent so hoch aus wie seit Mitte Dezember nicht mehr.

Klaas Heufer-Umlauf im Doppelpass
© Screenshot Sport1
Mit seinem Auftritt im Sport1-"Doppelpass" hat Klaas Heufer-Umlauf für einigen Wirbel gesorgt (DWDL.de berichtete). Der Quote hat's nicht geschadet - im Gegenteil: Mit 1,04 Millionen Zuschauern verzeichnete der kleine Sender am Sonntag einen hervorragenden Marktanteil von 7,4 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen verzeichnete der Fußball-Talk ähnlich starke 7,0 Prozent Marktanteil, nachdem in der Woche zuvor 5,1 Prozent erzielt worden waren. Keine allzu berauschenden Quoten fuhr Sport1 am Nachmittag mit Volleyball ein: Das Frauen-Finale zwischen Dresden und Stuttgart im DVV-Pokal verfolgten ab 14 Uhr lediglich 120.000 Zuschauer, die einem Marktanteil von 0,7 Prozent in der Zielgruppe entsprachen. Bei den Männern schalteten anschließend 130.000 Zuschauer ein.

Das Runde im Eckigen

Das Erste
© ARD
Der TV-Thriller "Auf kurze Distanz" von Regisseur Philipp Kadelbach mit Tim Schilling in der Hauptrolle beschäftigte sich mit dem Geschäft mit illegalen Sportwetten im Internet, das noch nie so groß war wie heute. "TV Spielfilm" lobt ein "dicht erzähltes Drama im starken, grün-schwarzen Bildern mit einem großartigen Cast". Zu sehen ist der Film am Mittwoch ab 20:15 Uhr im Ersten, gefolgt von der Dokumentation "Wettbetrug im Fußball - Ein Milliardengeschäft für die Mafia".

Was noch zu sagen wäre...

"Drei Tore mehr und wir hätten gewonnen."
Fußball-"Experte" Klaas Heufer Umlauf über die 0:2-Niederlage "seiner" Wolfsburger gegen Bayern

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