Logo: Youtube.comDas ZDF gibt sich im Superwahljahr so modern wie kaum ein anderer Sender. Mit Angeboten wie der von Markus Kavka präsentierten "Wahl im Web" oder Kooperationen mit diversen Internet-Angeboten versucht man, auch die jüngeren Zuschauer zu erreichen. Kürzlich wurde schon eine Kooperation mit StudiVZ und "Zeit Online" für eine Erstwählersendung bekanntgegeben, Ende der Woche startet nun auch eine Zusammenarbeit mit YouTube.

So startet offiziell am 7. Juni unter www.youtube.de/openreichstag. das Projekt "Open Reichstag", das aus Sicht des ZDF eine "neuartige Plattform des politischen Dialogs" werden soll. Der Kanal bündelt nicht nur die ZDF-Beiträge zur Bundestagswahl, sondern setzt auch auf Interaktion. So sollen sich die User mit eigenen Fragen, per Online-Voting und mit ihren persönlichen Meinungen und Positionen an der politischen Debatte zu beteiligen - und dabei auch Antworten direkt von den Kandidaten erhalten.

Dabei durchläuft das Projekt drei Phasen. Ab dem 7. Juni geht es zunächst um die "Frage der Woche". Geplant ist, dass die Politiker sich immer sonntags per Videobotschaft mit einer Frage an die Bürger und Wähler wenden. Diese Frage wird auch im ZDF-Programm ausgestrahlt. Antworten können dann als Video-Antwort auf YouTube hochgeladen werden. Ausgewählte Beiträge werden in der darauffolgenden Woche auch in verschiedenen ZDF-Formaten wie dem "Morgenmagazin" oder "Drehscheibe Deutschland" noch einmal gezeigt.

Ab dem 19. Juli startet die zweite Phase uner dem Motto "Ihre Frage, Ihre Meinung". Darin stellen Prominente kontroverse politische Themen zur Diskussion. Auch hier sind wieder Video-Antworten gefragt, zudem soll per Online-Voting über die diskutierten Thesen abgestimmt werden. Die Videos der User sollen dann erneut auch in den diversen Wahl-Sondersendungen aufgegriffen werden. Elf Tage vor der Wahl startet dann Phase 3: "Wahlkampf kompakt". Dann werden noch einmal die Höhepunkte der vorangegangenen Debatten zwischen Politikern und Wählern gezeigt. Das Angebot soll auch über den Wahltag am 27. September hinaus aufrecht erhalten werden.

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Die Hintergedanken des ZDF sind dabei klar. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender: "Wir hoffen, mit dem Angebot gerade auch bei Jungwählern das Interesse an der politischen Auseinandersetzung zu wecken." Brender ist überzeugt: "Die interaktiven Möglichkeiten der Plattform und das ZDF-Programmangebot zu den Bundestagswahlen ergänzen und bereichern sich gegenseitig."