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TV-Kritik bei YouTube
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DAS VIDEO + INTERVIEW

YouTube-Fundstück: Die beste TV-Kritik in Balladen-Form

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(20.02.2010) Student Lukas Domnick ist unzufrieden mit dem deutschen Fernsehen. Deswegen hat er seine TV-Kritik in eine sehr treffende Ballade gefasst und bei YouTube veröffentlicht. DWDL.de sprach mit ihm über die ungewöhnliche Form der Kritik.

TV-Kritik bei YouTube
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Herr Domnick, Sie haben vor wenigen Tagen eine sehr eingängige TV-Kritik in Balladen-Form aufgenommen und im Web verbreitet. Was hat Sie zu der Kritik bewegt?

Als ich an den Tagen nach Karneval in der Heimat nach längerer Zeit wieder einmal Ferngesehen habe, hat sich meine Entscheidung, in der eigenen Wohnung keinen Fernseher zu haben, bestätigt. Was gerade auf den Privaten als relevant dargestellt wird, werden viele Zuschauer auch als relevant auffassen. Dieses Potenzial wird aber in meinen Augen komplett verschwendet, vielleicht sogar missbraucht, wenn vier Sender à drei Stunden täglich ausschließlich Party-Prinzen, Schönheits-OPs und "Du hast mich angelügt!"-Sendungen bringen. Von einer Auflistung von sexy Mini-Bikinis, die 4 unterschiedliche Wissensmagazine der selben Sendergruppe innerhalb weniger Tage verwursten ganz zu schweigen.
 
 
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Und das hat Sie aufgeregt?

Ich habe schlichtweg Angst, dass durch diese Relevanzverzerrung ein unglaublich einseitiges Bild von Deutschland gezeichnet wird. Dazu kommt, dass erfolgreiche Formate über Jahre derartig ausgeschlachtet werden, unter Inkaufnahme stetigen Qualitätsverlusts bis hin zur weiten Entfernung des Originalkonzepts, welches das Format erfolgreich machte. Schließlich scheinen Sender ihre Zielgruppen immer weniger zu erkennen. Wundern sich die Öffentlich-Rechtlichen ernsthaft noch darüber, warum ihr Angriff auf das Privatfernsehen, ZDFneo, mit einer Dokumentation über den Limes nicht gegen ein so großartiges Format wie Raabs "Unser Star Für Oslo" ankommt? All diese Umstände wollte ich mit meinem Lied und dem Clip zum Ausdruck bringen.
 
Der Clip hat beinahe eine hypnotische Wirkung...

Ich glaube im Lied merkt man, dass ich im Prinzip dreieinhalb Minuten stinklangweiliges Zeug singe, begleitet von einer noch stinklangweiligeren Klavierspur. Das ist so monoton wie drei Stunden Fernsehen. Zugegeben das mit der Musik ist zu großen Teilen auch meinen begrenzten Klavierkünsten geschuldet. Aber wer den Fernsehgucker in meinem Video beobachtet, bemerkt vielleicht auch bald selbst, dass er sich genauso reaktions- und emotionsbeschränkt vor der Kiste hängt.






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