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Wirtschaftskrise
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ABRECHNUNG

Harte Kritik an Krisen-Berichten von dpa und ARD


(07.03.2010) Eine neue Studie attestiert dem Wirtschaftsjournalismus Versagen in der Finanzkrise. So seien Zusammenhänge u.a. von "Tagesschau" und dpa kaum erläutert worden - stattdessen sei man "Diener des Mainstreams" gewesen.

tagesschau
© Das Erste
In einer noch unveröffentlichten Studie übt die gewerkschaftsnahe Otto-Brenner-Stiftung harsche Kritik an der Wirtschaftsberichterstattung zur Finanzkrise. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Die tagesaktuellen Massenmedien seien ihrer Rolle als kritische Frühwarner nicht gerecht geworden.

"Sie haben in dieser Frage versagt", so das Fazit. Hart ins Gericht gehen die Autoren etwa mit der ARD-"Tagesschau": Die Redaktion von ARD aktuell habe sich "von der Finanzmarktkrise in ihrer Routine nicht stören" lassen. Sachverhalte seien kaum erläutert und Zusammenhänge nicht hergestellt worden, kritisieren kritisieren die Autoren, unter ihnen der ehemalige Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau", Wolfgang Storz.





Stattdessen nehme das direkte Geschehen an der Börse in der Wirtschaftsberichterstattung der ARD- Redaktion "einen ungewöhnlich umfangreichen Platz ein", hieß es weiter. Die Nachrichtenagentur dpa habe darüber hinaus in der Finanzkrise "selten, wenn, dann nur sehr unzureichend Zusammenhänge hergestellt". Da dpa-Meldungen von regionalen und lokalen Medien häufig unbearbeitet ab gedruckt werden, sei "davon auszugehen, dass das ,normale' Publikum die Informationen nicht versteht und kaum einordnen kann"

Für die Studie wurde laut "Spiegel" die Berichterstattung der überregionalen Tageszeitungen, der "Tagesschau" und der "Tagesthemen" sowie der dpa von Frühjahr 1999 bis Herbst 2009 untersucht. Der aktuelle Wirtschaftsjournalismus, urteilt die Studie, sei insgesamt kein "kritischer Träger der Aufklärung", sondern eher "Diener des Mainstreams".



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