Am Ostersamstag meldete sich "Deutschland sucht den Superstar" nach einer recht langen Pause zurück und bescherte RTL noch einmal sehr ordentliche Quoten. Im Streaming spielte "DSDS" zumindest auf der RTL-eigenen Plattform zunächst allerdings nicht die ganz große Rolle. 0,261 Millionen Personen kamen in der Osterwoche zumindest mal mit "DSDS"-Inhalten im Streaming in Kontakt, das reichte auch im Ranking nur privater Angebote nur für Platz 19. Allerdings erschien die erste Folge auch erst am Samstag, gut möglich also, dass es in der darauffolgenden Woche deutlich nach oben geht - zumal dann auch zwei und nicht nur eine neue Folge auf die Plattform kamen. Zum Vergleich: "The Voice Kids" lag bei Joyn bei einer Wochen-Streaming-Nettoreichweite von 0,3 Millionen, war aber auch schon in der Finalwoche.
Auch in der Osterwoche waren es unterdessen wieder Programmmarken aus den Bereichen News und Sport, die die VoD-Charts der AGF auf den vorderen Plätzen dominierten. Nachdem in der Woche zuvor erstmals "ZDFheute" den Spitzenplatz für sich reklamieren konnte, kletterte nun die "Tagesschau" mit einer Streaming-Nettoreichweite von 1,7 Millionen wieder ganz nach oben, "ZDFheute" lag mit 1,297 Millionen dahinter, "ntv Nachrichten" verpasste mit 1,052 Millionen diesmal einen Platz auf dem Treppchen, weil die ARD-"Sportschau" sich noch davor schob.
Die gefragteste fiktionale Programmmarke war die RTL-Soap "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten", bei der sich die Osterferien und die Tatsache, dass feiertagsbedingt nur vier statt fünf Folgen erschienen, aber ebenfalls bemerkbar machten. Die Nettoreichweite fiel mit 0,753 Millionen auf den niedrigsten Stand seit KW 2 im Januar. Der "Tatort" sortierte sich mit 0,748 Millionen noch knapp dahinter ein - der Doppelpack zum Abschied des Münchner Duos dürfte wohl erst in der Woche darauf richtig durchschlagen.
Im Reality-Bereich verteidigte "The 50" bei Prime Video seine Führungsposition, büßte im Vergleich zur Vorwoche aber ordentlich Nettoreichweite ein: Sie sank um 85.000 auf 711.000 binnen einer Woche erreichten Personen. Dahinter rangierte wieder "Promis unter Palmen" das bei Joyn fast exakt gleichauf mit "Germany's Next Topmodel" bei einer Streaming-Nettoreichweite von rund 650.000 lag. Anders als "The 50" erreichen beide Formate aber über die TV-Ausstrahlung noch deutlich mehr Personen.
Bei RTL fehlt weiterhin das ganz große Reality-Zugpferd, "Temptation Island" legte aber in Woche 2 bereits auf eine Streaming-Nettoreichweite von 0,521 Millionen zu. Hier liegen die Werte der Auftaktwochen über denen aus dem vergangenen Jahr. "Are You The One?" rangierte mit 0,452 Millionen dahinter, "Reality Queens" folgt mit 0,355 Millionen. Die beiden Joyn-Formate "Most Wanted" (0,260 Millionen) und "Love Hunter" (0,253 Millionen) rangieren noch dahinter.
Nettoreichweitenstärkste Programmmarken im Streaming in KW 14
| Programmmarke | Anbieter | Nettoreichweite Streaming only |
| Tagesschau | ARD | 1,700 |
| ZDFheute | ZDF | 1,297 |
| Sportschau | ARD | 1,265 |
| ntv Nachrichten | RTL | 1,052 |
| Gute Zeiten, Schlechte Zeiten | RTL | 0,753 |
| Tatort | ARD | 0,748 |
| Bundesliga | DAZN | 0,730 |
| The 50 | Amazon | 0,711 |
| Welt News | Axel Springer | 0,694 |
| Promis unter Palmen | Joyn | 0,648 |
| Germany's Next Topmodel | Joyn | 0,647 |
| Das Traumschiff | ZDF | 0,624 |
| Sturm der Liebe | ARD | 0,607 |
| Wilsberg | ZDF | 0,575 |
| Der Alte | ZDF | 0,558 |
| Rote Rosen | ARD | 0,532 |
| Temptation Island | RTL | 0,521 |
| In aller Freundschaft | ARD | 0,508 |
| Bares für Rares | ZDF | 0,496 |
| Die Rosenheim-Cops | ZDF | 0,481 |
Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.15; 30.03.2026-05.04.2026; verschiedene Nutzungsfilter; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp Programmmarke; nutzungsbezogen; Paketnummer: 17447 vom 13.04.2026
Programmmarken? Was ist das?
Die 2024 eingeführte Ausweisung der AGF soll Auskunft darüber geben, wie viele Menschen mit Video-Inhalten einer "Programmmarke" in Kontakt gekommen sind - unabhängig ob im linearen TV, den Mediatheken oder Websites der Sender; unabhängig davon, ob es sich um eine ganze Folge oder einen kurzen Schnipsel handelte; unabhängig davon, wie lang die Nutzung war. Spannend ist insbesondere auch die Auswertung rein auf Streaming-Ebene, weil hier bislang kaum öffentliche Daten vorlagen. Wichtig allerdings: Es geht hier nur um die Reichweite auf eigenen Plattformen, YouTube oder Soziale Netzwerke werden nicht erfasst. Und: Es handelt sich stets um Nettoreichweiten, die nicht vergleichbar sind mit der durchschnittlichen Sehbeteiligung, wie man sie aus der TV-Quoten-Berichterstattung kennt. Details dazu haben wir in einem eigenen Artikel erläutert.
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