Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

RTL ist am Samstag der mit Abstand erfolgreichste Sender in allen Altersklassen gewesen - und den Grund dafür muss man nicht lange suchen. In der Primetime war beim Sender das Fußball-Testspiel zwischen Deutschland und den USA zu sehen - für das Team von Trainer Julian Nagelsmann war es die letzte Partie dieser Art vor der anstehenden Weltmeisterschaft. Und so sahen in der ersten Halbzeit 8,12 Millionen Menschen zu, während in den zweiten 45 Minuten sogar 8,90 Millionen Fans das Match verfolgten. 

Mit diesen Werten ist RTL am Samstag natürlich der reichweitenstärkste Sender gewesen, schon beim Gesamtpublikum wurden hervorragende 37,9 und 43,2 Prozent Marktanteil gemessen. Noch besser sah es in den jungen Zielgruppen aus: Bei den 14- bis 49-Jährigen lag die Reichweite sogar bei mehr als zweieinhalb Millionen, das entsprach 63,1 und 61,2 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 59-Jährigen waren es ebenfalls starke 50,2 und 52,3 Prozent. 

Kurz vor dem WM-Start war das Interesse an der Nationalelf also besonders hoch. Schon die Vorberichterstattung ab kurz nach 19 Uhr erreichte 1,84 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 29,6 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe. Bereits kurz vor dem Anpfiff lag der Marktanteil dann bei 51,6 Prozent. Die Highlights kamen am späten Abend schließlich noch auf 20,8 Prozent, 1,62 Millionen Fans blieben bis Mitternacht beim Sender. Oder anders ausgedrückt: Die WM kann kommen. 

Zum "Super-Sport-Wochenende" von RTL trug aber auch bei, dass beim Sender nachmittags das Formel-1-Qualifying aus Monaco übertragen wurde - möglich gemacht hat das die Tatsache, dass Sky seit wenigen Tagen zum Unternehmen gehört. Diese Übertragung war jedoch nicht annähernd so erfolgreich: 690.000 Fans schalteten ein und sorgten so insgesamt für 8,6 Prozent Marktanteil. In den Zielgruppen waren 7,3 (14-49) und 8,3 Prozent Marktanteil (14-59) drin. 

Um den Erfolg der Formel 1 vollständig zu erfassen, muss man den Blick jedoch erweitern. Die Übertragung war nämlich auch bei Nitro zu sehen und kam dort zusätzlich auf 90.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 3,0 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe. Bei Sky sahen außerdem 290.000 Personen zu, der Pay-TV-Sender kam damit bei den 14- bis 49-Jährigen auf sehr gute 11,9 Prozent. Insgesamt hatte Sky also eine deutlich niedrigere Reichweite als RTL, beim jungen Publikum war man aber erfolgreicher. Zusammengerechnet sahen etwas mehr als eine Million Menschen die F1-Quali, der Marktanteil in der klassischen Zielgruppe betrug 22,2 Prozent.  

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;