
Vor allem für die CDU waren die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus eine Katastrophe und es steht mittlerweile ganz konkret die Frage im Raum, ob Friedrich Merz noch Bundeskanzler bleiben kann. Das Erste räumte deshalb den Montagabend frei und setzte auf die volle Info-Dröhnung - das Interesse des Publikums war aber wohl nicht so hoch, wie man sich das erhofft hatte.
Zuerst die guten Nachrichten: Die "Tagesschau" erreichte 4,27 Millionen Menschen und kam so auf starke 20,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Doch schon den anschließenden "Brennpunkt" wollten nur noch 2,69 Millionen sehen, der Marktanteil ging auf 12,4 Prozent zurück. Bei den 14- bis 49-Jährigen war die "Tagesschau" die erfolgreichste Sendung des Tages, 630.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in diesem Alter sorgten für 20,8 Prozent Marktanteil. Der "Brennpunkt" lag bei ebenfalls sehr guten 16,9 Prozent.
Um 20:45 Uhr übernahm schließlich Sandra Maischberger das Zepter, doch das Interesse ging weiter zurück. Beim Gesamtpublikum fiel Das Erste sogar in den einstelligen Bereich ab, nur noch 9,8 Prozent wurden gemessen. 2,06 Millionen Menschen sahen zu. Mit dem Ergebnis beim jungen Publikum kann man etwas zufriedener sein, die erzielten 10,3 Prozent lagen immerhin über dem Senderschnitt.
Das ZDF hatte zur Primetime leichtes Spiel, den Krimi "Die Polizistin und die Todesstille" sahen 4,62 Millionen Personen, sodass sich die Mainzer über sehr starke 21,3 Prozent Marktanteil freuen konnten. Doch auch das ZDF berichtete am Montag über die Wahlen und mögliche Konsequenzen. Ein "ZDF spezial" kam am Vorabend auf 2,26 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 11,9 Prozent Marktanteil, die "heute"-Nachrichten lagen zuvor noch bei 3,18 Millionen und 19,3 Prozent. Am späten Abend talkte Maybrit Illner außerplanmäßig und erreichte damit 1,82 Millionen Menschen - also nur etwas weniger als Sandra Maischberger zu einer deutlich früheren Uhrzeit. Das ZDF kam damit insgesamt auf 12,3 Prozent Marktanteil.
Auch RTL widmete sich in der Primetime übrigens den Wahlen und ihren möglichen Folgen. Ein "RTL Aktuell Spezial" erreichte 1,80 Millionen Menschen sowie 9,3 (14-49) und 8,9 Prozent Marktanteil (14-59). "Wer wird Millionär?" war danach jedoch noch deutlich gefragter, Günther Jauch steigerte die Reichweite auf 2,44 Millionen, sodass die Marktanteile auf 11,0 und 10,9 Prozent stiegen. Am besten lief es für die Quizshow jedoch beim Gesamtpublikum, wo "Wer wird Millionär?" zu 13,5 Prozent gut war.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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