Mit ihrem Sieg über Madison Keys hat Angelique Kerber den Einzug ins Olympia-Finale klargemacht - und ganz nebenbei die vermutlich höchste Tennis-Reichweite seit Jahren eingefahren. Obwohl Kerber erst am späten Abend spielte, verfolgten 5,34 Millionen Zuschauer das vor allem in der Schlussphase packende Spiel gegen die Amerikanerin. Das führte dazu, dass der Marktanteil des Ersten auf satte 28,8 Prozent anzog. Aber auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es für die Live-Übertragung aus Rio de Janeiro mit 23,6 Prozent Marktanteil überaus gut - hier war am Freitag keine andere Sportart erfolgreicher.
Für die höchste Reichweite des Abends sorgten allerdings die deutschen Fußballerin, die zuvor mit ihrem Sieg über China im Schnitt 6,44 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher hielten und einen ebenfalls starken Marktanteil von 25,4 Prozent verbuchten. Aber auch Schwimmen war zuvor mit mehr als sechs Millionen Zuschauern gefragt. Wie die deutschen Damen zur Bronze-Medaille radelten, hielt zudem zu später Stunde noch 3,92 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Und auch der Gold-Triumph der Reiter wusste gleich zu Beginn des Abends mit 5,08 Millionen Zuschauern zu überzeugen.
Tagsüber gelang es dem Ersten sogar, die Marke von 30 Prozent Marktanteil zu überspringen: Möglich wurde das durch Henri Junghänel, der am Nachmittag im Schießen die Gold-Medaille gewann und mit 4,03 Millionen Zuschauern den Marktanteil auf satte 30,2 Prozent trieb. Doch letztlich konnte laufen, was wollte: Fast durchgängig bewegten sich die Werte der Live-Übertragungen aus Brasilien am Freitag oberhalb von 20 Prozent - und auch bei den 14- bis 49-Jährigen ließ sich Das Erste die Marktführerschaft nur selten nehmen.
Dass es dennoch möglich war, gegen die Olympischen Spiele zu punkten, bewies unter anderem das ZDF, das am Nachmittag mit "Bares für Rares - Lieblingsstücke" auf 2,19 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 17,1 Prozent kam und am Vorabend knapp drei Millionen mit einer "SOKO Kitzbühel"-Wiederholung unterhielt. Sat.1 gelang es derweil mit "Auf Streife", die Marktanteile durchweg im zweistelligen Bereich zu halten. Am besten lief's für die Scripted Reality um 15:00 Uhr, als 12,0 Prozent der 14- bis 49-Jährigen einschalteten.
von 


