Foto: PhotocaseBevor sich auch in Fernseh-Deutschland alles um die Fußball-WM in Südafrika dreht und das restliche Programm in eine kollektiven Wiederholungs-Schlaf fällt, ist es Zeit, noch einmal zurückzublicken auf die zurückliegenden gut neun Monate dieses TV-Jahres. Eine der Erkenntnisse, die man einmal mehr ziehen kann: Prominente Gesichter schützen nicht vor Misserfolgen. Ob Bause, Pocher, Kerner, Christiansen oder Geissen - sie erlebten in den letzten Monaten einige herbe Enttäuschungen.

Neben den spektakulären Misserfolgen in der Primetime gab es aber auch im Tagesprogramm viel Elend zu besichtigen - aus Quoten- wie auch aus qualitativer Sicht. Besonders eifrig war hier diesmal ProSieben dabei, das händeringend nach einem neuen Erfolgsrezept gegen die neue RTL-Übermacht sucht und dabei die Formate fast im Dutzend verschliss. An viele dieser Formate kann sich wohl schon heute kaum noch jemand erinnern - anders als an den Daily-Talk"Frauenzimmer", den Vox trotz versprochenem langem Atem nach vier Wochen nervös wieder aus dem Programm kickte.

Erstaunlich und zumindest auf den ersten Blick paradox außerdem: kabel eins hat die erfolgreichste Saison seiner Geschichte hinter sich - und gleichzeitig trotzdem mehr Flops als alle anderen zu verzeichnen. Während die immer noch riesigen Erfolge der Sitcom-Schiene am Nachmittag das Quoten-Niveau des Senders insgesamt deutlich nach oben ziehen, ging in der Primetime das meiste schief. Viele Serien-Flops erbte kabel eins von den großen Schwestern, doch auch bei den Eigenproduktionen ging mit wenigen Ausnahmen eine nach der anderen unter.

Im Folgenden wirft DWDL.de noch einmal einen Blick zurück - auf vieles, das danach schnell vergessen werden darf, und manches, dass einen Platz in dieser Liste nicht verdient gehabt hätte...