Foto: DWDL"Verlässlichkeit und Markentreue" macht ProSieben-Programmchef Jürgen Hörner als das Erfolgsrezept seines Senders aus. Das beweise man mit Formaten wie "Germany's next Topmodel" und "Popstars", sagt Hörner im Interview mit der "Berliner Zeitung". Auch wenn es die eher weiblichen Formate waren, mit denen ProSieben jüngst die großen Quotenerfolge einfuhr, so sei der Sender mit der Zuschauerentwicklung bei beiden Geschlechtern zufrieden. "Ausschlaggebend ist am Ende das Gesamtangebot und da steht die Geschlechterverteilung bei den ProSieben-Zuschauern  50/50 mit einer leichten Tendenz zu den Männern", so Hörner.

Mit der neuen Abteilung für strategische Programmplanung will ProSieben die Bereiche Programmschema-, Serien- und Spielfilmplanung unter einem Dach vereinen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. "Ein Programm-Abend über mehrere Stunden wird vom Zuschauer eher wahrgenommen als einzelne Sendungen. Der Erinnerungswert ist viel höher, wenn Sie einen klar profilierten Sendetag haben", sagt Hörner der "Berliner Zeitung" über Programmelemente wie zum Beispiel den Mystery-Montag.
 


Bei der Positionierung neuer Programme setzt ProSieben in erster Linie auf klassische Zuschauerforschung und Formatredakteure, "die jeden Aspekt einer Sendung kennen und deren Urteil maßgeblich in die Entscheidung einfließt", so Hörner.

Einen klaren Richtwert, wie lange ein Sender einem Programm Zeit lassen müsse, sich zu entwickeln, gibt es laut Hörner nicht. Die Zeitspannen variierten jedoch je nach Ausstrahlungsfrequenz der jeweiligen Formate. Auch wenn der Zuschauer letztlich immer "das unbekannte Wesen" bleibe, so beschreibt Hörner in der "Berliner Zeitung" das deutsche Publikum als "offen", "eher multi-kulti als national eingestellt" und "im positiven Sinne ein Gewohnheitstier".