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Löffelverbieger

"Next Uri Geller": Übersinnliches in Verträgen

 

Laut einem Bericht von "stern.de" sollten die Mitwirkenden der Show "Next Uri Geller" ihre übersinnlichen Fähigkeiten zunächst schriftlich bestätigen.

von Jochen Voß
15.01.2008 - 16:44 Uhr

Logo: ProSiebenNach der ersten Ausgabe der Zauber-Show "The next Uri Geller" bei ProSieben hagelte es Kritik. Die Sendung nähme ihr Ansinnen, übersinnliche Fähigkeiten zu präsentieren, zu ernst, lautete der Vorwurf. Anscheinend zieht sich die Haltung, es handele sich bei den vorgeführten Tricks um wirklich übersinnliche Phänomene, durch die gesamte Produktion.

So sollten die Illusionisten, die an der Sendung teilnehmen, laut "stern.de" zunächst schriftlich bestätigen, dass sie "über ausgeprägte mentale und intuitive Fähigkeiten, wie etwa Gedankenlesen, Telekinese, Suggestion und Autosuggestion" verfügen, wie das Magazin aus Mitwirkenden-Verträgen zitiert, die im Vorfeld der Sendung zunächst an die Kandidaten verschickt worden seien. Bei den Illusionisten stießen die ersten Vertragsentwürfe mit diesem Passus laut "stern.de" auf wenig Anklang. "Mir persönlich missfällt es sehr, dass die Produzenten der Sendung ständig so tun, als würde dort tatsächlich etwas Übersinnliches passieren", zitiert das Magazin einen der Teilnehmer am Casting zur Sendung. Der sagt, keiner der Teilnehmer könne bestätigen Dinge mit den Gedanken bewegen zu können, da keiner der Kandidaten über solche Fähigkeiten verfüge.
 
 
Dem Bericht zu Folge konnten einzelne Kandidaten jedoch durchsetzen, dass in ihrem Vertrag auf diesen Passus verzichtet wurde. In einer Variante soll es heißen: "Der Vertragspartner ist Zauberkünstler, der mit Hilfe von Tricktechniken die Illusion von z.B. Gedankenlese, Telekinese, Suggestion und/oder Autosuggestion oder anderer paranormaler Phänomene darstellen kann".

Für ihre Teilnahme an der Sendung sollen die Kandidaten, deren Sieger dann den Titel "Next Uri Geller" tragen darf, laut "stern.de" eine Gage von 1.000 Euro pro Sendung erhalten. Zudem soll in den Verträgen zunächst ein Passus enthalten gewesen sein, der den Produzenten das Recht einräumt, die Gewinnsumme von 100.000 Euro jederzeit ändern zu können.

Die Verträge mit den einzelnen Mitwirkenden Mentalisten der Sendung seien "branchenüblich" und "sehr detailliert auf die individuellen Wünsche der einzelnen Künstler abgestimmt worden", zitiert "stern.de" Otto Steiner, Geschäftsführer der Produktionsfirma Constantin Entertainment, die die Sendung herstellt. Der Sender bestätigt dies.

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