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Pläne vom Tisch

Mehr Bundestag bei Phoenix statt Parlaments-TV

 

Bundestagspräsident Lammert lässt die Pläne, einen eigenen Parlamentskanal zu starten fallen. Im Gegenzug sichern Phoenix, ARD und ZDF eine intensivere Berichterstattung aus dem Bundestag zu

von Uwe Mantel
05.06.2008 - 16:34 Uhr

Logo: PhoenixImmer wieder hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert in den letzten Monaten und Jahren einen eigenen TV-Kanal für den Bundestag gefordert, weil seiner Ansicht nach den Debatten zu wenig Sendezeit auf den bestehenden Sendern eingeräumt werde. Diese Pläne sind nach einem Gespräch zwischen Lammert, WDR-Intendantin Piel und ZDF-Intendant Schächter nun aber vom Tisch.

Im Gegenzug sicherten Piel und Schächter zu, dass Phoenix künftig noch umfassender über Debatten im Bundestag berichten werde. So werde Phoenix künftig donnerstags zwischen 9 und 18 Uhr live aus dem Bundestag berichten, bei längeren Sitzungen auch bis 20 Uhr. Darüber hinausgehende Debatten werden später in einer Zusammenfassung gezeigt. Bislang war normalerweise spätestens um 18 Uhr Schluss, teils auch deutlich früher. Phoenix werde die "intensivierte Berichterstattung aus dem Bundestag" zudem auch umfassend bewerben - dazu gehören unter anderem Hinweise in den Hauptprogrammen von ARD und ZDF.

Das Erste und das ZDF werden überdies häufiger als bisher abwechselnd herausragende Bundestagssitzungen und Gedenkstunden übertragen - so zumindest das Versprechen von Piel und Schächter. "Von herausragenden Momenten des Parlaments werden ARD und ZDF künftig eine mit Phoenix noch besser verzahnte Highlight-Berichterstattung pflegen. Das ist wichtig und gut für die politische Meinungsbildung in unserem Land", so ZDF-Intendant Markus Schächter.

Phoenix erklärte sich außerdem bereit, nach der Sommerpause - über die mittwochs bislang schon live übertragene Befragung der Bundesregierung und die Aktuelle Stunde hinaus - auch eine zeitversetzte Zusammenfassung der Fragestunde zu senden. Dies allerdings nur unter der Maßgabe, dass "für die Fragen allgemein verständliche Formulierungen gefunden werden sowie Namen und Funktion der Fragesteller genannt werden", heißt es in einer Mitteilung.

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