Premiere will Preis für die Champions League drücken
Premiere muss den Gürtel enger schnallen. Nach der Kirchpleite muss der defizitiäre PayTV-Sender um sein Überleben kämpfen. Also müssen Sparmaßnahmen her, die wiederum Premiere in eine Zwickmühle bringen. Einerseits will man kosten sparen, auf der anderen Seite muss man ein attraktives Programm bieten, um die Kunden zu halten und vor allem Neukunden zu gewinnen. Der Sport war dabei immer ein Zugpferd, wenn es um Neukundenwerbung ging.Premiere muss also weiterhin die Fußballübertragungen in seinem Programm haben, sonst kann der Sender auf lange Sicht nicht überleben. Dies sieht auch die DFL ein, die Premiere einen Nachlass von 30 Prozent auf die kommende Saison einräumte.
Premiere Chef Georg Kofler versucht nun mit allen Mitteln, den Preis für die Champions League Übertragungen im Nachhinein nach unten zu handeln. Laut Angaben der Süddeutschen Zeitung muss Premiere für die Saison 2002/2003 60 Millionen Euro and die UEFA zahlen. Nach Zahlung der ersten Rate von 15 Millionen Euro hat Kofler nun eine deutliche Reduzierung der Zahlungen gefordert und stellt die UEFA vor die Wahl. Für Premiere sind die Verträge wirtschaftlich nicht tragbar, es liegt nun in der Hand einen Kompromiss auszuhandeln. Kofler bietet der UEFA eine langfristige Partnerschaft als Gegenleistung an. Andernfalls will Kofler es auch eine Insolvenz von Premiere ankommen lassen. In diesem Fall steht auch die UEFA vor einen Problem.



