Nachdem die deutsche Sportlerin Britta Steffen am Wochenende ihr zweites Olympia-Gold gewonnen hat, sorgte ihre Absage als Gast beim ARD-Talk "Waldi und Harry" für Wirbel. Zum einen hat man bei der ARD kaum Verständnis für die kurzfristige Absage der Sportlerin, die wenige Stunden vor der Sendung erfolgte. Zum anderen äußerte sich BR-Sportchef Werner Rabe daraufhin derart unglücklich, so dass die Sportberichterstattung im Ersten einmal mehr in einem schalen Licht zu stehen schien.Die Absage Steffens kommentierte Rabe gegenüber der "Bild" Anfang der Wochen unter anderem mit den Worten: "Wir zahlen schließlich Geld, eine Pauschale für Interviews während Olympia". Bereits vor zwei Jahren stand die ARD massiv in der Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass der Senderverbund eine sechsstellige Summe für exklusive Interviews des Radsportlers Jan Ullrich gezahlt hat.
Wie die "FAZ" berichtet, verhält es sich allerdings in diesem Falle nicht so, wie von Rabe geschildert. Die ARD sagte gegenüber der Zeitung: "Der Kollege Werner Rabe war in diesem Fall nicht richtig informiert. ARD und ZDF zahlen in Peking kein Geld für Sportlerinterviews". Dennoch gibt es dem Bericht zu Folge eine Zusammenarbeit zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
So nutze der Sportverband für Pressekonferenzen während der Olympischen Spiele die Technik von ARD und ZDF, wofür im Gegenzug Sportler in die entsprechenden Sendungen entsendet werden. Noch bei den Olympischen Spielen in Athen allerdings sollen die Sender für Interviews eine Pauschale von rund 45.000 Euro gezahlt haben.
So nutze der Sportverband für Pressekonferenzen während der Olympischen Spiele die Technik von ARD und ZDF, wofür im Gegenzug Sportler in die entsprechenden Sendungen entsendet werden. Noch bei den Olympischen Spielen in Athen allerdings sollen die Sender für Interviews eine Pauschale von rund 45.000 Euro gezahlt haben.



