Sky Go © Sky
Theoretisch total toll...

Evolution statt Revolution: Sky präsentiert Sky Go

 

Am Donnerstagabend hatte Sky ins Soho House Berlin eingeladen. Mit illustren Gästen wollte man eine TV-Revolution, den Start in ein neues Fernsehzeitalter feiern. DWDL.de war dabei. Was hinter Sky Go steckt und warum die Revolution erstmal ausfällt.

von Thomas Lückerath
08.04.2011 - 01:57 Uhr

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Man kann Brian Sullivan eigentlich nichts wirklich übel nehmen. Seit Georg Kofler hat kein Kapitän des schweren PayTV-Dampfers aus Unterföhring mit solcher Leidenschaft und Überzeugung über das Unternehmen und seine Produkte gesprochen. Dabei vermied Sullivan gleichzeitig bislang die großspurigen Ankündigungen und setzte stattdessen auf die erklärte Politik der kleinen Schritte und kontinuierlichen Verbesserungen, was ihn fast zum Liebling der Presse machte. Bei der Sky-Präsentation am Donnerstagabend in Berlin wähnte man sich bei einer von Lautsprecher Kofler inszenierten Veranstaltung aus früheren Premiere-Tagen.

Die Wortwahl fiel schon im Vorfeld nicht bescheiden aus. Eingeladen hatte man zur "TV-Revolution". In der Überschrift der am Abend ausgeteilten Pressemitteilung spricht man vom "Beginn eines neuen Fernsehzeitalters". Dass diese Revolution dann jedoch eher eine Evolution ist, enttäuscht also in erster Linie nur, weil man selbst die Erwartungen so hochgeschraubt hat. Sky präsentierte im Soho House Berlin das neue Angebot "Sky Go". Dahinter versteckt sich die mobile Nutzung von Sky als Tarifoption für Bestandskunden, also kein neues Stand-Alone-Angebot. Zumindest vorerst nicht, wie Sky-Sprecher Wolfram Winter im Gespräch mit DWDL.de erklärt. Man sei schließlich erst am Anfang der Revolution.

Die soll Sky-Abonnenten unabhängig machen vom heimischen Fernseher. Für zwölf Euro extra pro Monat ermöglicht "Sky Go" die Nutzung von Sky via Computer, zweitem Fernseher, iPad oder iPhone. Das sei das erste "real integrierte Fernsehunterhaltungsangebot der Zukunft". Doch die Idee hat Haken: Denn ganz so smart, social und vorallem seamless - die drei von Sky genutzten Schlagworte für deren "TV-Vision für das 21. Jahrhundert" - ist "Sky Go" noch nicht. Seamless, also nahtlos, funktioniert es nur bedingt. Via iPhone App lassen sich nur die Sender Sky Sport 1, Sky Sport 1 und Sky Sport Austria empfangen. Via iPad-App und bei WiFi-Verbindung zusätzlich auch der Kanal Sky Fußball Bundesliag - auch in HD-Qualität.

Das ist nur ein Teil des Sky-Angebost, welches sich seamless auf anderen Geräten nutzen lässt. Und es ist nicht neu: Das ist bereits möglich - und war in der Testphase bislang kostenlos, auch wenn ein jetzt verfügbares Update der App u.a. eine bessere Bedienung bieten soll. Wirklich neu ist das Angebot via Browser: Am Computer gibt es neben den Live-Sportkanälen Sport-Events auch auf Abruf sowie ein neues Video-on-Demand-Angebot mit hunderten von Spielfilmen aus dem Sky-Filmangebot. Die unbegrenzte Nutzung ist in den 12 Euro monatlich inklusive.

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