Bavaria Studios © Bavaria
Ungewohntes Terrain

"Fashion Hero": ProSieben entdeckt Bavaria für sich

 

ProSieben wird seine neue Modeshow "Fashion Hero" auf ungewöhntem Terrain produzieren lassen: Das Format mit Claudia Schiffer soll nämlich den Bavaria-Studios entstehen. Und das könnte erst der Anfang sein.

von Alexander Krei
25.04.2013 - 09:44 Uhr

Bereits Anfang April berichtete die "Bild"-Zeitung über eine geplante Adaption der US-Show "Fashion Star". ProSieben soll für das deutsche Pendant, das wohl unter dem Titel "Fashion Hero" zu sehen sein wird, Topmodel Claudia Schiffer engagiert haben. Einem Bericht des Blattes zufolge sind zehn Folgen geplant, die bereits ab der kommenden Woche gedreht werden sollen. Interessant ist aber auch, was "Blickpunkt: Film" in diesem Zusammenhang schreibt.

Demnach entsteht "Fashion Hero" nämlich auf dem Gelände der Bavaria Studios vor den Toren von München. Es ist das erste Mal seit längerer Zeit, dass sich ein Privatsender wieder dafür entscheidet, eine Produktion dort anzusiedeln. ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert bestätigte bei der Einweihung des neuen 2400 Quadratmeter großen Show-Studios gegenüber der Zeitschrift entsprechende Pläne. Bei "Blickpunkt: Film" sieht man darin zugleich eine "Kampfansage an den Norden".

Zugleich sprach Albert klar für die Standorte Bayern und München aus. "Warum müssen Shows in Köln oder Berlin produziert werden?", fragte er und kündigte alsdann an, in Zukunft weitere Formate vor Ort in Bayern umzusetzen. Produziert wird "Fashion Hero" übrigens von der Münchner Firma Tresor TV, der ProSieben noch im vergangenen Jahr den Produktionsauftrag für "Germany's next Topmodel" entzogen hatte - wohl auch, weil Tresor damals auch für den Versuch von Vox verantworlich zeichnete, mit "Das perfekte Model" ein eigenes Model-Casting auf die Beine zu stellen. Das ging allerdings gehörig schief.

Und darum geht es bei "Fashion Hero": Mehrere Nachwuchsdesigner kreieren unter der Mithilfe von Mentoren für jede Sendung neue Kleider und Styles. In einer großen Show präsentieren sie dann ihre Entwürfe vor einem fachkundigen Publikum im Rahmen einer Modenschau. Der besondere Clou: Überzeugt werden müssen die Chef-Einkäufer großer Modeketten. Die Nachwuchs-Designer müssen also tatsächlich Abnehmer für ihre Kreationen finden - gibt es mehrere Interessenten, kommt es zu einem Biet-Wettstreit. Findet sich schließlich ein Abnehmer, wird die Kreation direkt nach der Ausstrahlung in den jeweiligen Läden zu kaufen sein.

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