Peider Bach © G+J
Bach geht 2014 von Bord

Ungewisse Zukunft für G+J Entertainment Media

 

Welche Rolle spielt die Münchener Tochter Entertainment Media noch für Gruner + Jahr? Diese Frage stellte sich offenbar auch Geschäftsführer Peider Bach - und zog persönlich die Konsequenz: Er hat gekündigt. Was wird aus "Blickpunkt:Film" und Co.?

von Thomas Lückerath
21.10.2013 - 10:09 Uhr

Erst präsentiert Gruner + Jahr seine neue Struktur der Communities of Interests und vergisst dabei die Münchener Tochter G+J Entertainment Media. Dann wird bekannt, dass  bislang in München angesiedelte Redaktionen von u.a. "Neon" und "Nido" nach Hamburg umziehen sollen. Und wieder kein Wort über G+J Entertainment Media, die sich bislang das Verlagshaus im Münchener Osten mit den jetzt zum Umzug verdonnerten Kollegen teilten. Schon von außen lässt sich so einschätzen, wie groß das Interesse des Hamburger Verlagshauses an seinem Münchener Fachverlag ist.



Daraus hat auch Geschäftsführer Peider Bach seine Konsequenzen gezogen - und gekündigt, wie er gegenüber DWDL.de bestätigt. Sein Vertrag läuft jedoch noch bis Sommer 2014. Der 43-Jährige hat in den letzten sechs Jahren den Kurs von G+J Entertainment Media bestimmt und dabei sowohl die Publikumstitel (u.a. "Treffpunkt Kino"), Fachtitel (u.a. "Blickpunkt:Film" und "VideoMarkt") sowie das Portal Kino.de erfolgreich weiterentwickelt. G+J Entertainment Media etablierte unter einer Führung im Netz die kostenpflichtige Dachmarke mediabiz.de, die alle Fachtitel bündelte und zuletzt steigende Reichweiten verzeichnete. Doch fehlende Ansagen, geschweige denn so etwas wie Unterstützung aus Hamburg lässt G+J Entertainment Media derzeit recht isoliert aussehen.

Für die rund 100 Mitarbeiter muss Gruner + Jahr jetzt einen neuen Chef finden. Doch der Abschied von Peider Bach weckt auch Spekulationen, dass G+J Entertainment Media trotz positiver Geschäftsentwicklung als zu kleines Puzzleteil keine Rolle mehr in den Planungen von Gruner + Jahr spielt und zum Verkauf steht, was wiederum einige Veränderungen bedeuten würden. Denn die spezielle Mischung aus Publikums- und Fachtiteln sowie Online-Portalen dürfte nur wenige Käufer im Ganzen interessieren. Die Personalie Bach wird damit gleichzeitig zu einem dezenten Hinweis an den Markt und potentielle Käufer.

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