Jochen Breyer © ZDF/Joscha Kinstner
Nach Disput mit Klopp

"Mega-unglücklich formuliert": Breyer übt Selbstkritik

 

Mit seinen Fragen trieb ZDF-Moderator Jochen Breyer BVB-Trainer Jürgen Klopp am Mittwoch zur Weißglut. Nun folgt die Entschuldigung. "Ich wusste sofort, dass das mega-unglücklich formuliert war", sagte Breyer und betonte: "Das war mein Fehler."

von Alexander Krei
03.04.2014 - 17:08 Uhr

ZDF-Moderator Jochen Breyer hat sich nach seinem missglückten Interview mit BVB-Trainer Jürgen Klopp, das er im Anschluss an das verlorene Champions-League-Spiel der Borussia gegen Real Madrid führte, selbstkritisch gezeigt. "Ich muss zugeben, dass das schon eine dämliche Frage war", sagte Breyer gegenüber "DerWesten". "Wir stellen in unserem Beruf ziemlich viele Fragen, hin und wieder verrutscht dann mal eine." Nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel hatte Breyer gefragt: "Sie haben gerade gesagt, wir treten natürlich an, aber die Sache ist durch, oder?" Klopp war daraufhin die Hutschnur geplatzt und reagierte ziemlich gereizt.

Natürlich könne man nach den Aussichten für das Rückspiel fragen, so Breyer am Tag danach, aber "ich habe eine Aussage getätigt, die da nicht hingehört". "Das war mein Fehler und das haben wir in der Nachbesprechung zur Sendung auch angesprochen", erklärte der ZDF-Sportjournalist. "Ich wusste sofort, dass das mega-unglücklich formuliert war." Es tue ihm leid, wie das Interview gelaufen sei, sagte Breyer im Gespräch mit "DerWesten" und beschwichtigte: "Ich könnte nicht weiter davon entfernt sein, provozieren zu wollen. Ich will einfach nur Interviews führen. Und das ist leider schiefgelaufen. Ich wollte um Gottes Willen nicht provozieren."

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz mahnte unterdessen am Donnerstag in Hamburg, die Situation nicht überzubewerten. "Mal stellt man sehr gute, mal weniger gute Fragen. Sicher hätte Breyer seine Fragen etwas anders formulieren können", so Gruschwitz. Die Lage habe sich inzwischen aber "vollkommen entspannt". Jürgen Klopp werde auch weiterhin ins ZDF-Studio kommen. Am Mittwoch hatte er allerdings zunächst mit Unverständnis reagiert. "Wie könnte man mir Geld überweisen für meinen Job, wenn ich heute hier sagen würde, die Sache ist durch?", fragte Klopp den Moderator. "Das wäre genauso doof, als wenn ich sagen würde, wir hauen die sicher weg."

In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrfach einen Disput zwischen Klopp und dem ZDF gegeben, was der frühere ZDF-Fußballexperte am Mittwoch dann auch selbst ansprach. "Entschuldigung, ich möchte nicht im ZDF-Studio schon wieder mit jemandem aneinandergeraten. Aber auf doofe Fragen kann ich nur doof antworten. Wie wir alle wissen", so Klopp, der daraufhin genervt zu Breyer blickte und fragte: "Sind wir fertig?". Nachdem Breyer ihm erlaubte zu gehen, warf Klopp das Mikrofon schließlich auf den Tisch und stichelte in Richtung Oliver Kahn: "Olli, super wir zwei heute." Mit dem ehemaligen Welttorhüter hatte sich Klopp erst vor zwei Wochen ein Scharmützel vor laufenden Kameras geliefert.

ZDF-Moderator Jochen Breyer hat sich nach seinem missglückten Interview mit BVB-Trainer Jürgen Klopp, das er im Anschluss an das verlorene Champions-League-Spiel der Borussia gegen Real Madrid führte, selbstkritisch gezeigt. "Ich muss zugeben, dass das schon eine dämliche Frage war", sagte Breyer gegenüber "DerWesten". "Wir stellen in unserem Beruf ziemlich viele Fragen, hin und wieder verrutscht dann mal eine." Nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel hatte Breyer gefragt: "Sie haben gerade gesagt, wir treten natürlich an, aber die Sache ist duch, oder?" Klopp war daraufhin die Hutschnur geplatzt und reagierte ziemlich gereizt.
Natürlich könne man nach den Aussichten für das Rückspiel fragen, so Breyer am Tag danach, aber "ich habe eine Aussage getätigt, die da nicht hingehört". "Das war mein Fehler und das haben wir in der Nachbesprechung zur Sendung auch angesprochen", erklärte der ZDF-Sportjournalist. "Ich wusste sofort, dass das mega-unglücklich formuliert war." Es tue ihm leid, wie das Interview gelaufen sei, sagte Breyer im Gespräch mit "DerWesten" und beschwichtigte: "Ich könnte nicht weiter davon entfernt sein, provozieren zu wollen. Ich will einfach nur Interviews führen. Und das ist leider schiefgelaufen. Ich wollte um Gottes Willen nicht provozieren."
ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz mahnte unterdessen am Donnerstag in Hamburg, die Situation nicht überzubewerten. "Mal stellt man sehr gute, mal weniger gute Fragen. Sicher hätte Breyer seine Fragen etwas anders formulieren können", so Gruschwitz. Die Lage habe sich inzwischen aber "vollkommen entspannt". Jürgen Klopp werde auch weiterhin ins ZDF-Studio kommen. Am Mittwoch hatte er allerdings zunächst mit Unverständnis reagiert. "Wie könnte man mir Geld überweisen für meinen Job, wenn ich heute hier sagen würde, die Sache ist durch?", fragte Klopp den Moderator. "Das wäre genauso doof, als wenn ich sagen würde, wir hauen die sicher weg."
In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrfach einen Disput zwischen Kahn und dem ZDF gegeben, was der frühere ZDF-Fußballexperte am Mittwoch dann auch selbst ansprach. "Entschuldigung, ich möchte nicht im ZDF-Studio schon wieder mit jemandem aneinandergeraten. Aber auf doofe Fragen kann ich nur doof antworten. Wie wir alle wissen", so Klopp, der daraufhin genervt zu Breyer blickte und fragte: "Sind wir fertig?". Nachdem Breyer ihm erlaubte zu gehen, warf Klopp das Mikrofon schließlich auf den Tisch und stichelte in Richtung Oliver Kahn: "Olli, super wir zwei heute." Mit dem ehemaligen Welttorhüter hatte sich Klopp erst vor zwei Wochen ein Scharmützel vor laufenden Kameras geliefert.

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