Corinna Teuner © VOX/Kirstin Günther
"Ein Kind der Mediengruppe"

Vox ohne Stimme: Sprecherin Corinna Teuner ist tot

 

Nach langem Kampf gegen ihre schwere Krankheit ist Corinna Teuner, seit 2009 Pressesprecherin des Kölner Senders Vox, im Alter von 45 Jahren verstorben. Seit knapp 20 Jahren arbeitete sie für Unternehmen der Mediengruppe RTL Deutschland.

von Thomas Lückerath
07.05.2015 - 17:27 Uhr

Eine traurige Nachricht aus Köln-Deutz: Corinna Teuner, Leiterin der Abteilung Presse, Kommunikation & Online VOX, verstarb am Mittwoch, wie der Sender am Donnerstagnachmittag auf Nachfrage bestätigt. Sie verlor den langen Kampf gegen ihre schwere Krankheit. Die Kommunikationsarbeit des Senders hatte sie bereits vor einigen Monaten in die Hände ihres Teams gegeben. Teuner bezeichnete sich selbst stets als „Kind der Mediengruppe“. Seit knapp 20 Jahren war sie für diverse Unternehmen der heutigen Mediengruppe RTL Deutschland tätig und hat sich dabei immer wieder neu erfunden. Die Vollblut-Journalistin lebte den Gedanken der Mediengruppe lange bevor es sie offiziell gab, heißt es bei ihren Kolleginnen und Kollegen.

Nach abgeschlossenem Studium und einem Jahr in einer New Yorker TV-Produktionsfirma begann sie als Redakteurin bzw. Reporterin in der RTL-Redaktion „Extra“, wo sie später zur leitenden Redakteurin aufstieg. Im Jahr 2000 wechselte sie als Content Managerin zur neu gegründeten Tochter RTL New Media, heute RTL Interactive. 2002 führte ihr Weg sie zurück zum Fernsehen - als Chefin vom Dienst in die Redaktion von "Explosiv" (RTL). Sechs Jahre später wechselt sie erneut in den Onlinebereich bei RTL Interactive und gründete dort als Redaktionsleiterin das Portal Frauenzimmer.de.

2009 plante Vox eine TV-Verlängerung der von ihr entwickelten Marke „Frauenzimmer“. Pünktlich zu dessen Sendestart holte der damalige Vox-Geschäftsführer Frank Hoffmann Teuner vom Internet wieder zum Fernsehen. Sie wurde als Nachfolgerin von Gabriela Leibl Pressesprecherin bei Vox. In dieser Aufgabe überzeugte Teuner mit entschlossenem Auftreten nachhaltiger als die TV-Verlängerung von „Frauenzimmer“. Die Sendung wurde nach nur zwei Wochen aus dem Programm genommen. Corinna Teuner hingegen blieb bis zu ihrem Tod die Stimme von Vox. Sie hinterlässt ihren Ehemann - n-tv-Moderator Christoph Teuner - und einen Sohn.

„In den fast 20 Jahren, in denen Corinna Teuner für die Mediengruppe RTL tätig war, hat sie mit ihrem großen Einsatz in den unterschiedlichsten Bereichen viel bewegt und maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Mit ihrer Lebenslust, Leidenschaft und Liebe zum Detail hat sie die Menschen intern und extern fasziniert und angesteckt. Die Mediengruppe verliert durch Corinna Teuners Tod nicht nur eine hervorragende Mitarbeiterin, viele Kollegen verlieren auch eine gute Freundin. Wir werden sie als fröhliche, offene, kluge und hilfsbereite Person in guter Erinnerung behalten“, sagt Thomas Kreyes, Generalsekretär der Mediengruppe RTL Deutschland zum Tod von Corinna Teuner.

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