ProSiebenSat.1 SE © ProSiebenSat.1
"Komplementär aufgestellt"

ProSiebenSat.1 startet neuen Sender in der Schweiz

 

Mit einem neuen Free-TV-Sender in der Schweiz will ProSiebenSat.1 den Werbemarkt unserer Nachbarn verstärkt ins Visier nehmen. Noch hat das Projekt keinen Namen. Auf eine Ausrichtung hat man sich aber schon festgelegt.

von Alexander Krei
18.08.2015 - 10:48 Uhr

In der Vergangenheit war der Schweizer Fernsehmarkt für deutsche Unternehmen eher ein Nebenschauplatz. Das möchte ProSiebenSat.1 nun allerdings ändern: Der Konzern hat angekündigt, einen eigenen Sender für die Deutschschweiz starten zu wollen. "ProSiebenSat.1 hat in den letzten Jahren erfolgreich das Portfolio mit den Sendern Sixx, ProSieben Maxx und Sat.1 Gold erweitert. In Österreich sind wir zudem mit dem Sender Puls 4 sehr erfolgreich. Da ist es naheliegend, diese erfolgreiche Wachstumsstrategie auch auf den Schweizer Markt auszuweiten", erklärte Andrea Haemmerli, Direktorin der Schweizer Tochterfirma von ProSiebenSat.1, im Gespräch mit der "Neuen Zürcher Zeitung".

Trotz der allgemein steigenden Fragmentierung könne man so als Gruppe den Marktanteil ausbauen. "Wir besitzen Lizenzen an tollen internationalen TV-Inhalten, die wir auch in der Schweiz zeigen möchten. Und einen 24-Stunden-Spielfilm-und-Serien-Sender gibt's noch nicht in der Schweiz." Inhaltlich soll der noch namenlose Kanal, mit dem ProSiebenSat.1 haushaltsführende Männer und Frauen zwischen 20 und 49 Jahren im Auge hat, zunächst vor allem Hollywood-Blockbuster, Filme, Serien und Telenovelas zeigen. "Der neue Sender wird innerhalb unserer Sendergruppe komplementär aufgestellt", so Haemmerli. "ProSieben ist jünger positioniert, Sat.1 etwas älter als der neue Schweizer Sender."

Auch Eigenproduktionen sind denkbar. "Für unsere Gruppe produzieren wir heute schon Schweizer Content für ProSieben und Sat.1 - etwa 'Flavorites' mit René Schudel oder Doku-Soaps zu Events wie der Miss-Schweiz-Wahl. Diese erfolgreiche Strategie werden wir auf dem neuen Sender ausbauen", stellte Andrea Haemmerli in der "NZZ" in Aussicht. Das Programm müsse jedoch in erster Linie zum Sender passen und einen echten Mehrwert bieten. "Selbstverständlich spielen ökonomische Überlegungen auch mit, und als Privatsender in der Schweiz verfügen wir nicht über unlimitierte Produktionsbudgets." Zum Start erhofft sich ProSiebenSat.1 Marktanteile "im unteren einstelligen Bereich". Haemmerli: "Wir wünschen uns eine ähnliche Erfolgsstory wie bei Sixx in Deutschland, wo wir mit einem stabilen Marktanteil zu den Grossen unter den kleinen Sendern gehören."

Mit dem neuen Sender will ProSiebenSat.1 aber nicht nur die Zuschauer überzeugen, sondern auch die Werbekunden. "Die Nachfrage nach Fernsehwerbeplätzen in der Schweiz ist ungebrochen hoch", sagte die Direktorin und verweist auf jährliche Wachstumsraten des TV-Werbemarktes von rund vier Prozent. "Wir gehen davon aus, dass dieses Wachstum in den nächsten Jahren weiter fortschreiten wird und das Bewegtbild für den Werbekunden weiterhin an Attraktivität gewinnt."

Teilen

Kommentarbereich anzeigen
Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport zum Sports-Update Dienstags: Neuigkeiten aus der Welt der Vermarkter und Agenturen zum Media-Update Mittwochs: Very british: Die News der Woche aus UK - präsentiert von ITV Studios Germany zum UK-Update Donnerstags: Die aktuellen Radio-Meldungen präsentiert von Radio NRW. zum Radio-Update Freitags: Die wichtigsten Medien-Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zum US-Update Samstags: Ulrike Klode schreibt, was sie in ihrer Serienwoche bewegt hat zu Meine Woche in Serie Sonntags: Fernsehkritiker Hans Hoff über Aufreger und Programmperlen zum Hoff zum Sonntag
Mit den Newslettern der DWDL.de-Redaktion sind Sie werktäglich bestens informiert. Für die Rundum-Versorgung abonnieren Sie einfach alle Angebote oder wählen den für Sie passenden Newsletter...
Name:
E-Mail:
Frage: 4 weniger 3 =

Ich möchte die folgenden Newsletter erhalten:
Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.