Es war kein leichter Start für "bento", das neue Angebot von "Spiegel Online", mit dem man jüngere Nutzer ansprechen will. Von vielen Seiten gab es Spott und Kritik, auch bei unserem 18-jährigen Kollegen Miguel Robitzky kam "bento" gar nicht gut weg. In den letzten Stunden hat man dann auch einen kleinen Sturm im Twitter-Glas ausgelöst, indem man den Satire-Account @bento_is_hip bei Twitter gemeldet hat, woraufhin Twitter den Account sperrte.

Stein des Anstoßes war ein Tweet, den bento-Redaktionsleiter Ole Reißmann via Twitter als "rassistischen Scheiß" bezeichnete:

 

Inzwischen haben sich die bento-Macher dann doch noch etwas differenzierter geäußert und sprechen durchaus selbstkritisch von einer "Kurzschlussreaktion". Zuvor seien schon viele Hasskommentare unter Artikeln zur Flüchtlingsthematik eingegangen und man wolle nicht mit ausländerfeindlichen Inhalten in Verbindung gebracht werden, wird das Melden des Satire-Accounts begründet. "Manche nennen das jetzt humorfrei. Sie haben vielleicht Recht. Bei dem Tweet hat unser Humor versagt. Das kann man jetzt unsouverän finden, uncool, dämlich - und wahrscheinlich würden wir an jedem anderen Tag zustimmen."

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