Jamie-Lee Kriewitz © NDR/Willi Weber
ARD-Unterhaltungschef über ESC-Debakel

"Manga-Mädchen eher auf Unverständnis gestoßen"

 

Nach dem letzten Platz von Jamie-Lee Kriewitz beim Eurovision Song Contest hat die Suche nach Gründen für das schlechte Abschneiden begonnen. ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber hat bereits eine erste mögliche Erklärung.

von Alexander Krei
15.05.2016 - 11:35 Uhr

Die elf Punkte, die Jamie-Lee Kriewitz in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest geholt war, waren streng genommen noch schlechter als Ann Sophies Nullnummer aus dem Vorjahr. Denn hätte schon damals das nun erstmals angewandte Punktesystem mit getrennten Wertungen von Jurys und Zuschauern gegolten, dann wäre Ann Sophie damals mit immerhin 29 Pünktchen bloß auf dem drittletzten Platz gelandet. Und doch zeigte sich Jamie-Lee Kriewitz nach dem Finale zufrieden mit ihrem Auftritt.

"Ich hatte eine unglaublich geile Zeit und freue mich unheimlich für den Gewinner. I have to be strong for the next days, but it's going to be alright", ließ die Sängerin am Sonntag ausrichten. "Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und ich weiß, dass alle meine Fans hinter mir stehen werden. Nächstes Jahr wird Deutschland einen besseren Platz belegen, da bin ich mir sicher. Ich hoffe, ihr habt meinen Auftritt dennoch genossen und mit mir zusammen zelebriert."

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber fand trotz des enttäuschenden Abschneidens lobende Worte für die Künstlerin. "Jamie Lee ist eine besondere, liebenswerte junge Frau und eine wunderbare Sängerin. Ihr Auftritt war 1 A", sagte Schreiber, der auch schon eine erste Erklärung für den letzten Platz parat hatte. "Nach unserem Eindruck hat Jamie Lee - so wie bei den großen Publikumsabstimmungen in Deutschland bei 'The Voice of Germany‘ und 'Unser Lied für Stockholm‘ - vor allem das junge Publikum angesprochen. International und beim Publikum in allen Altersschichten ist es offenbar eher auf Unverständnis gestoßen, dass ein Manga-Mädchen aus Deutschland antritt."

Und weiter: "Zum ganzen fairen Bild gehört aber auch, dass Jamie Lee unser gesamtes Team sehr beeindruckt hat - so wie sie die große Bühne für sich eroberte, wie sie gesanglich überzeugt und wie sie mit der Presse und dem ganzen Druck vor Ort umgegangen ist: authentisch, sympathisch und souverän." Der ukrainischen Siegerin Jamala gratulierte der ARD-Mann zum Sieg: "Das war eine großartige und bewegende Performance! Meinen Kollegen von der EBU und vom schwedischen Fernsehen SVT danke ich für eine herausragende Unterhaltungssendung."

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