Foto: ProSiebenSat.1 © ProSiebenSat.1

Kehrtwende beim Satelliten-Empfang: ProSiebenSAT.1 will Geld sehen

 

Vor drei Monaten dementierte ProSiebenSAT.1-Chef Guillaume de Posch die Idee einer monatlichen Gebühr für den Satellitenempfang. Jetzt die Kehrtwende: Eine monatliche Gebühr sei laut de Posch in Zukunft nicht auszuschließen.

von Thomas Lückerath
22.02.2006 - 14:54 Uhr

Logo: ProSiebenSAT.1Erstmals bestätigt damit die ProSiebenSAT.1 Media AG offiziell das, was schon seit Monaten gerüchteweise kursiert. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert in ihrer Mittwochsausgabe eine Aussage de Poschs aus der Bilanzpressekonferenz vomj Dienstag, wonach die Entscheidung über eine Gebühr für den digitalen Satellitenempfang von ProSieben, SAT.1, kabel eins, N24 und 9live im Laufe des Jahres getroffen werden soll. In Deutschland nutzen derzeit gut 4,5 Millionen Haushalte diesen Empfangsweg.

Im Gespräch ist offenbar ein monatliches Entgelt von drei Euro, zu denen aber unter Umständen weitere Kosten kommen: Viele der derzeitigen Digital-Receiver sind nicht in der Lage, verschlüsselte Programme zu empfangen. In diesem Fall wäre bei der Einführung der Verschlüsselung die Anschaffung eines neuen Gerätes nötig. Die Pläne haben inzwischen das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Es ermittelt laut "FAZ" gegen ProSiebenSAT.1, die RTL Gruppe und SES Astra wegen des Mißbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung.

Schon Ende letzten Jahres gab es Meldungen über eine geplante Satellitengebühr. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete über Verhandlungen von ProSiebenSAT.1 und der RTL Gruppe mit SES Astra. "Wir haben keine derartigen Pläne", kommentierte man am 1. Dezember bei der ProSiebenSAT.1 Media AG den damaligen "FAZ"-Bericht. Es habe zwar solche Ideen gegeben. Diese seien jedoch inzwischen bereits wieder verworfen worden, so der Standpunkt Ende letzten Jahres. Die "FAZ" zitierte damals aus Verhandlungskreisen: "Die Ankündigung der Pläne ist demnächst denkbar, die Einführung ist für 2007 realistisch."

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