Obwohl die ersten zwölf Folgen des Sat.1-Talks "Eins gegen Eins" mit Claus Strunz im Frühjahr im Schnitt nur 4,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe erzielt hatten, brachte Sat.1 das Format im Herbst allen Unkenrufen zum Trotz für zwölf neue Folgen zurück. Die zweite Staffel lief insgesamt nun spürbar besser: Im Schnitt reichte es diesmal für 6,2 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, die durchschnittliche Zuschauerzahl lag mit 580.000 um über 100.000 höher als im Frühjahr.

Allerdings bleibt auch festzuhalten: Zuletzt ging "Eins gegen Eins" ein wenig die Puste aus. In der vergangenen Woche fiel der Talk zum Thema Schönheits-OPs mit 4,4 Prozent in der Zielgruppe in schon überwunden geglaubte Quoten-Sphären zurück, auch in den beiden Wochen zuvor lagen die Marktanteile mit 5,0 und 5,1 Prozent auf einem eher ernüchternden Niveau. Gestartet war die zweite Staffel hingegen im September noch überraschend stark mit 8,4 Prozent Marktanteil, noch in zwei weiteren Sendungen gelang zumindest der Sprung über die 7-Prozent-Marke.

Auf dieses Quoten-Niveau konnte "Eins gegen Eins" zum Staffel-Abschluss zwar nicht mehr zurückkehren, immerhin lief es aber wieder besser als in den letzten Wochen. Das am Casting-Erfolg "The Voice" aufgehängte Thema "Brauchen wir anonyme Bewerbungen für mehr Gerechtigkeit", über das unter anderem "The Boss Hoss", Thomas Stein und die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes diskutierten, interessierte 570.000 Zuschauer. Der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 5,7 Prozent.

Insgesamt tut sich die Info-Schiene am späten Montagabend weiterhin nicht leicht. Zuvor hatte die "Focus TV Reportage" einen Marktanteil von 7,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erreicht, "Planetopia" hatte gegen "Extra" mit 5,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe einmal mehr überhaupt keine Chance. "Extra" kam auf 22,3 Prozent Marktanteil - profitierte dabei aber natürlich von "Bauer sucht Frau", das direkt davor einen Marktanteil von 24,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte.