Anke Engelke © Sat.1
Ladykracher im Gespräch

Engelke im ESC-Fieber: "Das ist mein Grand Prix"

von Jochen Voß
15.02.2011 - 01:47 Uhr

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Schauen Sie die Sendung dann nur – oder verfolgen Sie auch die Reaktionen im Internet bei Twitter, Facebook und Co.?

Oh Gott! Nur gucken. Ich google ganz selten mal, ich twitter nicht, ich bin nicht bei Facebook. Ich lehne das alles ab. Ich finde das alles total schrottig und verfluche den Tag, an dem dieser ganze Dreck kam. Es lenkt vom Wesentlichen und vom sozialen Miteinander ab. Das ist für mich totale Zeitverschwendung.

Ist es nicht – wie bei allen Medien – letztlich eine Frage, was man daraus macht und wie man es nutzt?

Schon allein frei darüber verfügen zu können – ob man es nicht nutzt, wenig, viel oder ausnahmslos – ist ja schon der Untergang, weil die meisten Menschen, und vor allem leider Kinder und Jugendliche, nicht damit umgehen können. Sie haben kein Gefühl mehr für die Begrenztheit der Zeit. Das finde ich ganz schlimm. Ja, ich sitze nur vor dem Fernseher, gucke und sehe die Details. Ich lese auch nicht beim Essen und ich mache auch beim Telefonieren nichts anderes. Ich bin trotzdem multitaskingfähig. Aber ich würde niemals alle Sachen miteinander vermischen. Das nimmt dem, was man tut, die Bedeutung.

 

 

 
Zurück zu „Ladykracher“: Wie könnte die Zukunft aussehen?

Wir alle im Team lieben "Ladykracher" und freuen uns sehr, wenn es im nächsten Jahr eine neue Staffel gibt. Es könnte dann durchaus auch sein, dass eine Folge nur aus einem Sketch besteht. Eigentlich unvorstellbar, weil es formal eine klassische Sketchcomedy ist. Wir spinnen aber viel rum, wenn wir beim Drehen zusammenhängen. Eigentlich müssten wir das Ganze auch auf die Bühne bringen, weil wir viele Theaterleute im Team haben. "Wir müssten" und "Eigentlich" – erstmal zwei Bremsen. Aber die Lust und der Wille sind da. Wir denken auch über einen „Ladykracher“-Film nach.

Wie konkret sind die Überlegungen für den Film?

Das ist nicht konkret. Ich glaube aber, dass beim Realisierungscasting alles, was man ausspricht, eher Chancen hat, weiterzukommen. Man muss es nur laut genug sagen. Es ist ein semantisches Phänomen. Dann ist es nicht nur gesagt, sondern auch gefühlt. Dann ist es in den Köpfen und irgendwann sitzt einer unserer Autoren da und schreibt die ersten Ideen auf.

Wäre eine LateNight-Show für Sie nach wie vor reizvoll – oder ist das Thema mittlerweile vom Tisch?

LateNight ist nicht vom Tisch. Mein Autor Chris Geletneky schreibt mir regelmäßig SMS: "Lass uns weitermachen". Wir reden uns ein bisschen schön, dass die Sendung damals ein Totalflop war. Über den ganzen Druck und über die schlechte Presse hat man aber auch vergessen, dass da viel geiles Zeug dabei war. Wir hatten nur nicht die Chance, den richtigen Weg zu finden, es zu probieren. Ich kannte das von der "Wochenshow" und von "Ladykracher" anders. So, dass man auch die Möglichkeit hat, an der Sache zu arbeiten, ohne dass es unter Yellow-Press-Beobachtung steht.

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